Die St. Galler SVP hat mehr Bewerber als Listenplätze

ST. GALLEN. Die Sorge, nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratsliste zu finden, kennt die St. Galler SVP nicht. Auch dieses Jahr drängt es mehr Frauen und Männer nach Bern, als es Plätze auf der Liste hat. Vierzehn Personen sind es derzeit.

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ST. GALLEN. Die Sorge, nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratsliste zu finden, kennt die St. Galler SVP nicht. Auch dieses Jahr drängt es mehr Frauen und Männer nach Bern, als es Plätze auf der Liste hat. Vierzehn Personen sind es derzeit. Morgen abend entscheiden die kantonalen Delegierten, wem sie den Sprung in die nationale Politik am ehesten zutrauen.

Fünften Sitz zurückholen?

Die bürgerliche Politik müsse in den nächsten nationalen Wahlen gestärkt werden. Das ist für den St. Galler SVP-Präsidenten Herbert Huser zwingend. Er hat den Freisinnigen deshalb Avancen gemacht. Die Umworbenen halten sich bedeckt. Die SVP hält heute vier der zwölf St. Galler Sitze im Nationalrat. Die Partei hat in den letzten Wahlen einen Sitz verloren – an die Grünliberalen. Steht hinter dem Angebot an die Freisinnigen das Kalkül, den fünften Sitz zurückzuerobern? «Die Chance, dass die FDP einen zweiten Sitz macht, ist grösser, als dass wir einen fünften gewinnen», sagte Huser Ende Jahr.

Müller kandidiert doppelt

Die SVP steigt auch ins Rennen um die beiden St. Galler Sitze im Ständerat, und zwar mit Nationalrat Thomas Müller. Der Rorschacher Stadtpräsident kandidiert im Herbst für beide Kammern. (rw) • OSTSCHWEIZ 15