Die SP peilt den dritten Sitz an

An der Neujahrsbegrüssung der SP Werdenberg äusserte Regierungsrätin Heidi Hanselmann ihre politischen Wünsche für 2016. Präsidentin Barbara Gähwiler stimmte die Genossinnen und Genossen auf den Kantonsratswahlkampf ein.

Hanspeter Thurnherr
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Die Rednerinnen und Redner an der SP-Neujahrsbegrüssung: Jon Pult, Heidi Hanselmann, Barbara Gähwiler und Johannes Lehmann (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die Rednerinnen und Redner an der SP-Neujahrsbegrüssung: Jon Pult, Heidi Hanselmann, Barbara Gähwiler und Johannes Lehmann (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

BUCHS. Die Neujahrsbegrüssung der SP Werdenberg im Restaurant Buchserhof stand ganz im Zeichen des kommenden 28. Februar. An jenem Tag finden sowohl die Kantonsrats- und Regierungsratswahlen als auch nationale Abstimmungen statt. So konnte Präsidentin Barbara Gähwiler Regierungsrätin Heidi Hanselmann und die neun Kandidierenden für das Kantonsparlament begrüssen. Es sind: Ludwig Altenburger, Daniel Gut, Katrin Schulthess, Julia Wolfer (Grüne), Claudia Billet-Toldo, Özkan Tok, Josef Gähwiler, Johannes Lehmann und Haris Hadrovic sowie Jon Pult, der Präsident der SP Graubünden. Pult referierte als Präsident der Alpeninitiative zur Abstimmung über die zweite Gotthardröhre (siehe Zweittext).

Die Kernthemen benannt

Barbara Gähwiler verwies auf die Kernthemen, welche die SP im Wahlkampf vertritt: den Umwelt- und Klimaschutz, die Chancengleichheit in der Bildung, sichere Arbeitsplätze, Lohngleichheit und der Kampf gegen Lohndumping. Dazu gehörten flächendeckende Gesamtarbeitsverträge und die Stärkung des bilateralen Weges, verdeutlichte sie. Am 16. Januar wird die SP Werdenberg im Restaurant Bifana in Buchs ein Wahlauftakt-Fest feiern.

Am 26. Januar ist ein Anlass mit Gesundheitschefin Heidi Hanselmann und mit einem Arzt zum Thema Notfallpraxis im Spital Grabs geplant. Mit Anlässen auf der Strasse mit den Kandidierenden für den Kantonsrat erhofft sich die SP Werdenberg, den angestrebten dritten Sitz zu erreichen.

Heidi Hanselmann begrüsste als Gesundheitschefin «ein neues Jahr, in welchem tatsächlich am Spital Grabs gebaut werden kann», in welchem im Parlament ein positiver Entscheid fällt, um bald medizinische Studienplätze in der Ostschweiz anbieten zu können. Sie wünscht sich, dass «wir die Ängste der Bevölkerung wahrnehmen, aber auf jene Ebene bringen, wo sie hingehören».

Wunsch nach stärkerer Fraktion

Hanselmann wünscht sich ein Jahr, in welchem eine Balance zwischen Geben und Nehmen besteht und in welchem die humanitäre Tradition der Schweiz kein Feigenblatt wird. Weiter hofft sie auf «ein Jahr, in welchem wir von unserem hohen Wohlstand auch etwas zurückgeben», so dass er für viele statt nur für wenige reiche. Ein Jahr, das «mir umsichtige neue Kollegen in der Regierung bringt – und eine stärkere SP-Fraktion». Für letzteres brauche es viel Engagement. Die Ständeratswahl habe aber gezeigt, dass die SP ein sackstarkes Team ist.

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