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«Die Schule Gams wurde nicht teurer»

Der Gemeinderat schreibt in einer Mitteilung, dass die Kosten der Schule seit der Einheitsgemeinde nicht gestiegen, sondern in den letzten Jahren leicht zurückgegangen sind.

«Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Kosten für die Schule Gams sind in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Markant gesunken sind die Lohnkosten für den Schulrat und die Kommissionen.» So beginnt eine Mitteilung, die der Gamser Gemeinderat am Montag verschickt hat.

Seit Beginn des kommunalen Wahlkampfs machen Gerüchte die Runde, dass die Ausgaben der Schule in Gams massiv gestiegen seien. «Dem ist in Tat und Wahrheit nicht so, und das kann mit Zahlen belegt werden», schreibt der Gemeinderat nun. Er zeigt sich «verwundert, dass durch die Falschinformation die Bevölkerung derart verunsichert werden konnte. Zumal die Jahresabschlüsse und Budgets an den Bürgerversammlungen von den Gamserinnen und Gamsern zu keinerlei Diskussionen führten und genehmigt wurden. Auch die Geschäftsprüfungskommission stellte keine Auffälligkeiten fest.»

Um Klarheit in diesem Thema zu schaffen, hat sich der Gemeinderat dazu entschieden, die Fakten, respektive die Zahlen nochmals gründlich zu prüfen und gegenüberzustellen sowie diese öffentlich zu kommunizieren.

«Die Gesamtkosten der Schule sind gesunken»

Die Prüfung durch den Gemeinderat hat folgendes ergeben, wie er schreibt: «Die Gesamtkosten für die Schule Gams sind in den letzten sechs Jahren kontinuierlich gesunken.» Der Hauptgrund der Kostenreduktion liege in den tieferen Personalkosten. Ein Teil dieser Kostenreduktion sei die Folge der in den letzten Jahren zurückgegangenen Schülerzahl. Dies hatte direkte Auswirkungen auf die Lohnkosten. Weiter seien auch die Amortisations- und Zinslasten geringer geworden.

«Betrachtet man das Lohnkonto der Schulratspräsidentin, des Schulrats und der Kommissionen, darf von einer deutlichen Senkung von über 30 Prozent berichtet werden», heisst es weiter. In konkreten Zahlen: «Während im Jahr 2010 für diesen Posten noch über 127 000 Franken ausgegeben wurden, waren es letztes Jahr nur noch gut 88 000 Franken.» Jedoch sei ein Anstieg der Lohnkosten für die Schulleiter festzustellen. «Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf eine Pensen- und Lohnklassenerhöhung zurückzuführen, die noch vor der Einführung der Einheitsgemeinde gefällt wurde und seit der Strukturreform in Kraft ist», heisst es dazu.

«Um 6 Prozent zugenommen haben auch die Ausgaben in der Schulverwaltung», wird weiter ausgeführt. Durch die veränderte Struktur sei es «jedoch schwierig, ganz genau aufzuzeigen, wie sich die Kosten in den einzelnen Positionen entwickelt haben. Dies, weil gewisse Aufgaben zwischen der Schul- und Gemeindeverwaltung neu aufgeteilt wurden. Klar ist jedoch, dass es seit dem Wechsel im Schulrat und dem Übertritt in die Einheitsgemeinde nicht zu einer Kostenexplosion kam, wie dies im Wahlkampf suggeriert wurde.» Vergleiche man die Gesamtlohnkosten in einem Dreijahresdurchschnitt vor und nach der Einführung der Einheitsgemeinde, wird laut dem Gemeinderat «klar ersichtlich, dass diese um mehr als 260 000 Franken gesunken sind.»

Einladung, das Gespräch zu suchen

Gemeindepräsident Fredy Schöb erhofft sich durch diese Gegenüberstellung der Zahlen, «dass die Schule, respektive die Gemeinde das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnt. Mir geht es dabei nicht um die einzelnen Ratsmitglieder und deren wertvolle Arbeit, sondern um die Stimmung in unserer Gemeinde. Diese war in den letzten Monaten ziemlich angespannt», sagt er. «Dazu kam, dass viele Unwahrheiten und Gerüchte die Runde machten, die klar widerlegt werden können.» Rückblickend würde er ein anderes Mal die Zahlen früher nochmals präsentieren, um damit den falschen Gerüchten die Kraft zu nehmen. Er hofft nun, «dass spätestens nach dem zweiten Wahlgang wieder Ruhe ins Dorf einkehrt und sich die Behörden auf die eigentliche Arbeit konzentrieren können.» Denn gerade bei der Schule geht es aus Sicht des Gemeindepräsidenten nicht nur um die nackten Zahlen, sondern vor allem auch um die Qualität der Schule. Und von dieser ist Fredy Schöb nach wie vor überzeugt.

Abschliessend sagt er: «Sollte ein Einwohner oder eine Einwohnerin eine Unstimmigkeit erahnen oder mit unserer Arbeit nicht zufrieden sein, darf diese Person gerne bei mir vorbeikommen, um die Sachlage zu klären. Schliesslich wohnen wir in einer kleinen Gemeinde, in der die Türen der Behörden offen stehen und in der man miteinander noch reden kann.» Der Schlusssatz lautet: «Dieses Angebot unterbreiteten die Behördenmitglieder übrigens auch den Schulkritikern.» (pd/wo)

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