Die Reststimmen gehen in einen gemeinsamen Topf

Listenverbindungen bei den Kantonsratswahlen sind im Kanton St. Gallen möglich. Sie sind aber nur gültig zwischen Listen gleicher Bezeichnung, die sich einzig durch einen Zusatz zur Kennzeichnung des Geschlechts, der Flügel der Gruppierung, der Region oder des Alters unterscheiden.

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Listenverbindungen bei den Kantonsratswahlen sind im Kanton St. Gallen möglich. Sie sind aber nur gültig zwischen Listen gleicher Bezeichnung, die sich einzig durch einen Zusatz zur Kennzeichnung des Geschlechts, der Flügel der Gruppierung, der Region oder des Alters unterscheiden. Zum Beispiel: CVP Süd mit CVP Nord, FDP und Jung-FDP; SVP und SVP Bauern. Unterlistenverbindungen sind nicht zulässig. Diese Einschränkungen galten bereits bei der letzten Kantonsratswahl im Jahr 2012.

Anders ist es bei den Nationalratswahlen. Hier sind sowohl Listenverbindungen zwischen unterschiedlichen Listennamen/Parteien wie auch Unterlistenverbindungen möglich. Beispielsweise kann sich die EVP mit der BDP zu einer Unterliste verbinden. Anschliessend können die beiden ihre Listen mit der Liste CVP verbinden. Die Reststimmen jeder Liste gehen so in einen gemeinsamen Topf – und sichern dem «Pool» vielleicht einen weiteren Sitz. (ht)