Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Die Renten werden stabilisiert

Leserbrief
Trudi Belleville, Ulmenweg 7, 9472 Grabs

Täglich lese ich auf Plakaten, in Inseraten, Zeitungsartikeln und Leserbriefen Scheinargumente gegen die anstehende AHV- Revision, die einfach zu widerlegen sind.

Die Jungen seien die Verlierer? Von Anfang an funktioniert die AHV so, dass die noch arbeitende Bevölkerung Prämien einzahlt und die Pensionierten Renten beziehen. Ab 2021 sollen sich nun die AHV-Beiträge für Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeberinnen um je 0,15 Prozent auf je 4,35% erhöhen. Das ist moderat und dürfte wirklich von allen zu verkraften sein. Rechnen Sie doch kurz nach, wie viel das für Sie monatlich kosten wird! Dafür sichern Sie auch Ihre eigene spätere Rente! Da auch die Mehrwertsteuer ab 2021 um 0,3 Prozent – das sind 30 Rappen je 100 Franken – erhöht wird, zahlen übrigens auch die Rentner mit an dieser Reform.

Das Giesskannenprinzip? Bei der AHV werden seit jeher alle Arbeitseinkommen, höchste und tiefste, mit dem gleichen Prämiensatz belastet. Dafür haben alle ein Anrecht auf eine Rente. Daher: Die Reichen brauchen keine AHV, aber die AHV braucht die Reichen! Die AHV ist unser Umverteilungshebel von oben nach unten. Dass das den Höchstverdienenden von SVP und FDP gar nicht passt, ist nachvollziehbar. Für uns gewöhnliche Sterbliche eine schiere Notwendigkeit.

Die heutigen Senioren bekommen keine Rentenerhöhung von 70 Franken? Stimmt, die brauchen sie auch nicht, denn ihre Renten aus der Pensionskasse wurden noch zum Umwandlungssatz von 6,8 Prozent berechnet, also erleiden sie keinen Verlust wie die künftigen Rentnerinnen, die wegen der steigenden Lebenserwartung mit kleineren Renten aus der PK rechnen müssen.

Die Reform ist nicht nachhaltig? Durch diese Revision werden die Renten auf Jahre hinaus stabilisiert. Weitere Revisionen werden folgen müssen. Die AHV wurde seit ihrem Bestehen alle paar Jahre revidiert und an die jeweils neuen Verhältnisse angepasst.

Ein Nein wäre eine Chance für eine bessere Revision? Ich befürchte das Gegenteil! Ein Scheitern dieser Vorlage käme den Rechtsbürgerlichen gelegen. Die AHV würde schon bald in Schieflage geraten. Dann hätten sie wieder einen Grund, auf unserem wichtigsten Sozialwerk herumzuhacken und die Bevölkerung so weit einzuschüchtern, dass sie schliesslich doch noch tiefere Renten und ein höheres Rentenalter durchsetzen könnten.

Ich beschwöre alle, die Jungen und die Alten: Fallt nicht auf diese unsoziale Hetze herein und sagt in euer aller Interesse JA zu den beiden Vorlagen Reform der Altersvorsorge und Zusatzfinanzierung der AHV durch Erhöhung der MwSt!

Trudi Belleville, Ulmenweg 7, 9472 Grabs

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.