Die regionale Gartenkooperative konnte ihre erste Ernte einfahren

SCHAAN. Nach sieben Monaten intensiver Planungs- und Anbauarbeit konnte gestern von der Gartenkooperative Liechtenstein-Werdenberg die erste Ladung biologisch angebautes Gemüse geerntet werden. Rund 120 Genossenschafter können sich darüber freuen.

Julia Kaufmann
Merken
Drucken
Teilen
Karin Huber, Axel Santo-Passo, Silva Huda, Stephan Gstöhl und Joanna Giesinger (von links) arbeiten mit viel Freude auf dem Feld der Gartenkooperative Liechtenstein-Werdenberg. (Bild: Daniel Schwendener)

Karin Huber, Axel Santo-Passo, Silva Huda, Stephan Gstöhl und Joanna Giesinger (von links) arbeiten mit viel Freude auf dem Feld der Gartenkooperative Liechtenstein-Werdenberg. (Bild: Daniel Schwendener)

SCHAAN. Nach sieben Monaten intensiver Planungs- und Anbauarbeit konnte gestern von der Gartenkooperative Liechtenstein-Werdenberg die erste Ladung biologisch angebautes Gemüse geerntet werden. Rund 120 Genossenschafter können sich darüber freuen.

Als die Idee einer Gartenkooperative geboren wurde, steckten sich die Initianten einen sehr sportlichen Zeitplan. Kaum einer hätte vor sieben Monaten gedacht, dass es möglich ist, in so kurzer Zeit die ersten Gemüse-Taschen zu verteilen. Schliesslich mussten genügend Abonnenten, eine Fachkraft sowie ein geeignetes Stück Land gefunden werden. Doch die Betriebsgruppe der Gartenkooperative Liechtenstein-Werdenberg steckte ihre gesamte Energie in das Projekt und als Lohn für die harte Arbeit konnte am Dienstag beim Flugplatz in Schaan die erste Ernte eingefahren werden.

Durch Fleiss schnell am Ziel

Bereits über 60 unterschiedliche Gemüsesorten gedeihen auf dem 7000 Quadratmeter grossen Feld in Schaan. Somit können die rund 120 Genossenschafter nun jeden Mittwoch frisches Gemüse in einem der zahlreichen Depots in Liechtenstein und der Region abholen. «Wir sind überwältigt, wie reibungslos unsere Planung und Umsetzung des Projekts über die Bühne ging und sind gleichzeitig stolz darauf, dass die ersten Gemüsesorten geerntet werden können», sagte Stephan Gstöhl, Mitglied der Betriebsgruppe, gestern gegenüber den Medien. Mittlerweile wurden 75 Abos vergeben und es könnten noch weitere fünf Gemüse-Taschen für dieses Jahr abonniert werden. «Es ist die letzte Gelegenheit, sich ein Abo zu sichern», sagte Gstöhl. Das Publikum, welches das Angebot der Gartenkooperative in Anspruch nehme, sei sehr breit gefächert, so Gstöhl weiter.

Zusammenarbeit lohnt sich

Nach diesem erfolgreichen Start wagt die Betriebsgruppe bereits einen Blick in die Zukunft: «Wenn möglich wollen wir das Angebot an Gemüse weiter ausbauen, um noch mehr Genossenschafter mit Gemüse-Taschen versorgen zu können. Ausserdem wollen wir den Abonnenten die Möglichkeit bieten, selber mitzubestimmen, was angepflanzt werden soll. Ein weiteres mögliches Projekt wäre die Arbeit mit Familien und Kindern auf dem Feld», sagte Andi Götz, Mitglied der Betriebsgruppe.

Tatkräftige Unterstützung für den Ausbau ihres Projektes erhalten die Initianten von Karin Huber, gelernte Gemüsegärtnerin, und dem Bio-Bauern Georg Frick. Dieser ist für die Aufarbeitung des Bodens zuständig und bietet hauseigene Eier als zusätzliches Abo zur Gemüse-Tasche an. Huber hingegen unterstützt die Genossenschaftsmitglieder und versorgt sie mit nützlichen Tips, wenn diese für zehn halbe Tage im Jahr selber Hand anlegen müssen. Zudem ist die Gemüsegärtnerin für die Situierung der Gemüsesorten im Feld zuständig. «Für einen biologischen Anbau gibt es viele Richtlinien, die eingehalten werden müssen.»