Die Planwirtschaft ist besiegelt

Am Mittwochabend wurden die ersten fünf Betriebspläne der Waldregion 2 auf der Voralp am Grabserberg offiziell unterschrieben. Es sind die ersten im Kanton St. Gallen, die sich nach der neuen Planungsphilosophie richten.

Heidy Beyeler
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Alpkorporation Palfris: Regionalförster Erwin Rebmann, Vertreter Alpkorporation, Kantonsoberförster und der Präsident Waldregion 2.

Alpkorporation Palfris: Regionalförster Erwin Rebmann, Vertreter Alpkorporation, Kantonsoberförster und der Präsident Waldregion 2.

REGION. «Diese unterzeichneten Betriebspläne gehören zu den ersten im Kanton, die nach der neuen Planungsphilosophie erarbeitet wurden, wie August Amman, Kantonsoberförster, anlässlich der feierlichen Unterzeichnung betonte.

Strategie mit vielen Signaturen

Insgesamt 23 Waldbesitzer von fünf Forstbetrieben der Waldregion 2 (Forstgemeinschaft Grabus, Alpkorporation Palfris, Allgemeiner Hof Oberriet, Forstgemeinschaft Altstätten sowie Rheintal Forst AG) haben auf der Voralp gemeinsam mit dem Präsidenten der Waldregion 2, Rudolf Lippuner, Kantonsoberförster August Ammann, Regionalförster Erwin Rebmann sowie den einzelnen Vertretern der Forstgemeinschaften die Betriebspläne unterzeichnet. Die Massnahmen im Wald liegen – je nach Standort – den unterschiedlichen Gegebenheiten zugrunde, die für die Betriebspläne mit einbezogen wurden. In den Plänen wurden die Interessen und Zielsetzungen der diversen Anspruchsgruppen mit einbezogen.

Bevor die nun besiegelten Betriebspläne erarbeitet werden konnten, wurde eine Waldentwicklungsplanung erarbeitet, um geordnete Massnahmen in die Planung mit einzubeziehen. Dazu mussten erst einmal die Standortverhältnisse evaluiert und die entsprechenden Ziele festgelegt werden. Mit diesen Grundlagen konnten die verschiedenartigen Aspekte in der Betriebsplanung berücksichtigt werden. Kantonsoberförster und Leiter des Forstamtes des Kantons St. Gallen, August Ammann, betonte, dass sich die Waldeigentümer künftig flexibler bewegen können, in dem sie mal weniger, mal mehr Holz ernten können.

Höchstmenge begrenzt

Allerdings ist in den entsprechenden Gebieten jeweils die individuelle Höchstmenge an Festmetern begrenzt. Am Beispiel der Rheintal Forst AG, mit der fünf Waldeigentümer zusammenarbeiten, lag der Hiebsatz auf einem Gebiet von 430 Hektaren bei 3200 Festmetern. Neu wurde die Menge auf 3350 Festmeter Nutzungspotenzial erhöht. «Das heisst, sie können – müssen aber nicht – 3350 Festmeter pro Jahr nutzen», erklärte der Kantonsoberförster. Andreas Eggenberger, Revierförster Grabs, Buchs, Sevelen (Grabus), informierte die Waldbesitzer der örtlichen Forstgemeinschaft Grabus mit der grössten Waldfläche, was in ihrem Betriebsplan gegenüber dem Vorjahr künftig anders gehandhabt wird.

Anschliessend wurden die Verträge von insgesamt 23 Waldbesitzern der Waldregion 2 unterzeichnet.

Organisation Grabus: Vertreter Ortsgemeinden Sevelen, Buchs, Grabs mit Kantonsoberförster August Ammann und Präsident Waldregion 2, Rudolf Lippuner (von links). (Bilder: Heidy Beyeler)

Organisation Grabus: Vertreter Ortsgemeinden Sevelen, Buchs, Grabs mit Kantonsoberförster August Ammann und Präsident Waldregion 2, Rudolf Lippuner (von links). (Bilder: Heidy Beyeler)