Die neuen Gremien sind bestellt

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Sennwald wird am 1. Januar mit neugewählten Gremien starten. Was sich an Angeboten in den bisherigen Kirchgemeinden bewährt hat, soll beibehalten werden – gleichzeitig Neues möglich sein.

Hanspeter Thurnherr
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Die neugewählte Kirchenvorsteherschaft: Gabriela Heeb, Hansjörg Tinner, Esther Kobler, Präsident Michael Berger, Jakob Tinner, Erika Wohlwend und Cornelia Hug (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die neugewählte Kirchenvorsteherschaft: Gabriela Heeb, Hansjörg Tinner, Esther Kobler, Präsident Michael Berger, Jakob Tinner, Erika Wohlwend und Cornelia Hug (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

SALEZ. Die Wahlen in die Gremien der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Sennwald, die am 1. Januar 2015 ihren Betrieb aufnimmt, verliefen diskussionslos (siehe Frontseite). Einzig bei der Wahl der Kirchenvorsteherschaft fragte eine Kirchbürgerin, warum niemand aus Sax für die Kirchenvorsteherschaft (Kivo) vorgeschlagen sei. Der künftige Präsident Michael Berger sagte, es sei auch in Sax intensiv gesucht worden, aber man habe wohl niemanden gefunden, der sich zur Verfügung stelle. Pfarrer Helmut Heck bestätigte dies. «Wenn jemand Ja zur Kandidatur gesagt hätte, hätten wir ihn oder sie mit Handkuss genommen.» Nach dieser Klärung wählte die Versammlung Michael Berger, Salez, zum Präsidenten. In die Kivo gewählt wurden Hansjörg Tinner, Haag; Jakob Tinner, Frümsen; Cornelia Hug-Hardegger, Frümsen; Esther Kobler-Schneider, Rüthi; Erika Wohlwend, Sennwald; und Gabriela Heeb-Kaiser. Damit werden die drei heutigen Kivo-Präsidenten auch künftig in der Kivo mitarbeiten.

Abschied von Bisherigen

Nach ebenfalls einstimmiger Wahl besteht die Geschäftsprüfungskommission aus den Mitgliedern Erwin Göldi, Sennwald; Peter Hoffmann, Sax; Urs Niederhauser, Sennwald; sowie den beiden Ersatzmitgliedern Silvia Zysset-Heeb, Sax; und Armin Reichert, Haag. Bestätigt wurden alle sechs Synodalen: Adrian Göldi, Sennwald; Pfarrer Helmut Heck, Sax; Urs Schlegel, Salez; Elisabeth Schönenberger-Brandt, Salez; Erika Tinner, Sax; und Thomas Wohlwend, Sennwald. Alle Gremien sind für den Rest der Amtsdauer 2014–2018 gewählt.

Am Montagabend hiess es auch Abschied nehmen. Denn durch den Zusammenschluss «verlieren» viele Mandatare ihr Amt. Gegen 20 von ihnen waren anwesend und erhielten von ihren heutigen Präsidenten eine Rose als Zeichen des Dankes. Thomas Beerli und Helmut Heck erläuterten anschliessend, wie es 2015 im Kirchgemeindeleben weitergehen soll. Am 4. Januar startet die neue Kirchgemeinde mit einem grossen Fest für alle Generationen. Weiterhin sollen Gottesdienste in allen bisherigen Gemeinden angeboten werden. An den meisten Wochenenden sollen zwei Gottesdienste um 9 und um 10.30 Uhr, ab und zu auch am Samstag- oder Sonntagabend, angeboten werden.

Kirchenkanzlei in Sennwald

Eine Änderung kündigte Helmut Heck bezüglich Trauergottesdienste an. So soll künftig der zuständige Gemeindebeamte den Termin der Beerdigung festlegen. Die Pfarrer und Messmer werden nachträglich orientiert. Die Einführung der Amtswoche (eine Woche lang ist ein bestimmter Pfarrer zuständig) könne dabei sogar für die Betroffenen eine Erleichterung sein, sagte Heck. Die Angebote für Kinder und Jugendliche bleiben in den einzelnen Gemeinden, ebenso die Seniorennachmittage.

Gemäss Michael Berger wird auf den 1. Januar die Kirchenkanzlei am Anna-Göldiweg in Sennwald die Anlaufstelle der Kirchgemeinde sein. Das Sekretariat, von Manuela Ruppanner betreut, wird auf 50 Prozent aufgestockt. In Absprache mit der Kantonalkirche wird eine 25-Prozent-Kassierstelle mit Marianne Gröbli als Kassierin geschaffen.