Die Natur möglichst schonen

Die Uferschutzzone am Schwendisee wird vergrössert, die Parkplätze werden versetzt, und ein Mobilitätskonzept ist erstellt. Das geplante Klanghaus oberhalb von Wildhaus soll auch der Natur einen Mehrwert bringen.

Thomas Schwizer
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Die Einbettung des Klanghaus-Projektes in die Umgebung des Schwendisees ist so geplant, dass gegenüber «dem heutigen Seegüetli» auch für die Natur ein Mehrwert geschaffen werden kann – unter anderem durch eine Erweiterung der Schutzzone um den See herum. (Bild: pd)

Die Einbettung des Klanghaus-Projektes in die Umgebung des Schwendisees ist so geplant, dass gegenüber «dem heutigen Seegüetli» auch für die Natur ein Mehrwert geschaffen werden kann – unter anderem durch eine Erweiterung der Schutzzone um den See herum. (Bild: pd)

WILDHAUS. Die Stelle, an der das heutige Gasthaus Seegüetli am Schwendisee steht, gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Bereits im Vorprojekt zum geplanten Klanghaus war man sich dessen bewusst.

Deshalb wurde der Klanghaus-Standort bereits in jener Phase weiter vom See zurückversetzt als das Seegüetli heute – so dass es nur noch teilweise in der Schutzzone stehen wird. Die Liegenschaft Seegüetli gehört seit 2010 dem Kanton St. Gallen, sie wird vollständig «zurückgebaut».

Gut in die Natur integriert

Wie Regierungsrat Willi Haag gestern abend vor den Medien und an einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung ausführte, war es ein zentrales Anliegen, dass das Klanghaus-Projekt gut in die Natur integriert wird. «Das war eine spezielle Herausforderung», sagte er.

Man habe viel Zeit in Gespräche und Diskussionen mit Naturschutzverbänden investiert, um verglichen mit der heutigen Situation eine Lösung zu finden, die auch für die Natur einen Mehrwert bringe. Das Resultat seien das etwas nach Norden versetzte Bauprojekt und eine angepasste Strassenführung. Beides ermögliche, die Uferschutzzone am Schwendisee inklusive Pufferzone zu erweitern.

Keine Parkplätze bei Klanghaus

Auch weitere Massnahmen sollen einen Mehrwert schaffen und die Einbettung des Klanghauses in der einzigartigen Umgebung ausgeklügelt und passend ermöglichen.

Direkt beim Klanghaus wird es bewusst keine Parkplätze geben, und die heutigen Parkplätze am Schwendisee sollen circa fünf Gehminuten entfernt zum «Gaden» nahe «Stump's Alpenrose» verlegt werden. Zudem wurde ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das einen Busdienst ab Alt St. Johann oder Wildhaus zum Klanghaus vorsieht.

Gemeindepräsident Rolf Züllig sprach von einer «sehr guten Referenz des Klanghaus-Projektes gegenüber dem Schwendisee und dem Moorgebiet – gegenüber diesem wirklich ganz speziellen Ort».

Die Naturschutzverbände seien nach ihrem Einbezug in die Planung und die getroffenen Lösungen in ihren Stellungnahmen positiv zum Klanghaus-Projekt eingestellt, wurde gestern abend festgestellt.