«Die Natur gleicht immer wieder aus»

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Sennwald/Gams «Wer mit der Natur zu tun hat, muss sich auf Derartiges einstellen.» Das stellt Beni Dürr von der Verdunova in Sennwald mit Bezug auf die Frostnächte vom 20. und 21. April fest. Das Unternehmen produziert tiefgefrorene Gemüse- und Früchteprodukte. Sie übernimmt die erste Verarbeitung ab der landwirtschaftlichen Produktion. Spätfröste im Frühling seien nicht unüblich. Wer nur auf wenige Kulturen oder Reb- bzw. Obstsorten setze, trage das Risiko eines Totalausfalls, so Dürr.

Auch die Verdunova spürte die Folgen von Frostnächten direkt. «So sind die Brombeeren komplett erfroren», als in einer Januarnacht das Thermometer in Haag auf minus 19 Grad sank. Erst im Frühling war dies erkennbar, als der Austrieb ausblieb. Angesagt war: «bodeneben» abschneiden und neue Ruten ziehen, die nächstes Jahr Früchte treiben werden.

Die schweren Frostnächte vom April haben auch die Himbeertriebe geschädigt, die wegen des sehr frühen Frühlings schon 30 Zentimeter hohe Jungtriebe gebildet hatten. Auch hier galt: «Triebe bodeneben abschneiden, damit sie wieder austreiben konnten.» Die Herbsthimbeeren, die an in diesem Jahr gewachsenen Ruten geerntet werden, bezeichnet Dürr als ausserordentlich schön «nach dem zweiten Start».

Grundsätzlich betont der Verdunova-Leiter die positiven Aspekte und verzichtet auf Wehklagen. So hält er fest: «Die Natur gleicht immer wieder aus.» Die Natur sei auf das Überleben programmiert und könne oft im Laufe des Jahres viel ausgleichen. So sei es auch ein Stück weit bei den Erdbeeren gewesen, wo nach dem Ausfall der vom Frost geschädigten Blüten dafür die B- und C-Blüten mehr Energie erhielten und grösser wurden. (ts)