Die Krankheit kommt unaufhaltsam mit dem Wind

Welke, braun verfärbte Blätter an Haupt- und Seitentrieben sowie violett-braun bis orange-braun verfärbte Rindenflächen: Dies sind die augenfälligsten Merkmale an einer von Eschenwelke befallenen Esche. Der Erreger der Eschenwelke (auch: Eschentriebsterben, lat.

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Fruchtkörper des Falschen Weissen Stengelbecherchens.

Fruchtkörper des Falschen Weissen Stengelbecherchens.

Welke, braun verfärbte Blätter an Haupt- und Seitentrieben sowie violett-braun bis orange-braun verfärbte Rindenflächen: Dies sind die augenfälligsten Merkmale an einer von Eschenwelke befallenen Esche. Der Erreger der Eschenwelke (auch: Eschentriebsterben, lat. Chalara Fraxinea) ist ein Pilz aus der Gruppe der Schlauchpilze und wird als «Falsches Weisses Stengelbecherchen» bezeichnet. Als Herkunft wird der asiatische Raum vermutet. Der Pilz setzt sich auf dem Waldboden auf den Blattspindeln abgefallener und abgestorbener Eschenblätter fest, wo er überwintert. Im Frühling und Frühsommer schliesslich werden die Sporen des Pilzes mit dem Wind verbreitet und befallen gesunde Eschenblätter. Von den Blättern ausgehend wächst der Pilz in den Blattspindeln und im Holz der Zweige. Bei fortschreitendem Befall bilden sich Rinden-Nekrosen, welche die Wasserversorgung des darüber liegenden Teils des Baumes unterbinden – dieser welkt und stirbt ab. Im äussersten Fall kann der Befall zum Absterben des ganzen Baumes führen. Trotz grosser Anstrengungen existiert noch keine wirksame Behandlung gegen die Eschenwelke. (uh)