Die Klinik Stephanshorn klagt jetzt gegen die St. Galler Spitalliste

ST. GALLEN. Das Bundesverwaltungsgericht hat Post von der Hirslanden Klinik Stephanshorn erhalten: eine umfassende Beschwerdeschrift wegen der St. Galler Spitalliste. Die Privatklinik hatte sich mit 60 Leistungen für die kantonale Spitalliste beworben; 14 wurden nicht berücksichtigt.

Regula Weik
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ST. GALLEN. Das Bundesverwaltungsgericht hat Post von der Hirslanden Klinik Stephanshorn erhalten: eine umfassende Beschwerdeschrift wegen der St. Galler Spitalliste. Die Privatklinik hatte sich mit 60 Leistungen für die kantonale Spitalliste beworben; 14 wurden nicht berücksichtigt. Die Klinik erhielt damit so viele Absagen wie kein anderes Spital im Kanton.

Die Klinik Stephanshorn fechte alle 14 negativen Entscheide an, sagt Direktorin Andrea Rütsche. Sie zweifle, ob sämtliche Bewerbungen «in allen Punkten korrekt und unvoreingenommen» geprüft worden seien. Die Klinikdirektorin spricht damit die «problematische Doppelrolle» von Heidi Hanselmann an. Die Regierungsrätin ist zum einen als Gesundheitschefin mitverantwortlich für die Spitalliste, zum anderen von Amtes wegen Verwaltungsratspräsidentin der Spitalverbunde im Kanton und damit aller öffentlichen Spitäler. «Ich hätte erwartet, dass die Gesundheitschefin aufgrund des Interessenkonflikts beim Erlass der Spitalliste in den Ausstand tritt», sagt Andrea Rütsche. Es sei ihr nicht bekannt, dass dies geschehen sei.

Weiter bemängelt die Klinik, es sei keine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt worden. Sie hätten die Vorgaben eingehalten, hält das Gesundheitsdepartement dagegen. • LOKAL 9

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