Die Kinderstube öffnete ihre Türe

An der Mühlbachstrasse 11 in Grabs, einer ehemaligen Tuchfabrik, hat der Verein Spielraum-Lebensraum ein zusätzliches Angebot geschaffen – die Kinderstube.

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Die Kinder nahmen das neue Angebot mit Freude in Beschlag. (Bild: pd)

Die Kinder nahmen das neue Angebot mit Freude in Beschlag. (Bild: pd)

GRABS. Am letzten Samstag nutzten viele Besucher die Gelegenheit, am Tag der offenen Tür die neuen Räume und das schöne Spielmaterial in der neuen Kinderstube zu begutachten. Immer wieder suchen Eltern eine Lösung, Beruf und Familienalltag unter einen Hut zu bringen. Manchmal fehlt auch einfach eine Bezugsperson, welche die junge Familie in ihrem Alltag entlastet und einspringt, wenn etwas «Luft» gut tut.

80 Familien pro Woche

Seit zehn Jahren betreibt der Verein Spielraum-Lebensraum Elternbildung in Form von begleiteten Eltern-Kind-Gruppen, rund 80 Familien nutzen wöchentlich dieses Angebot. Immer wieder kommen Anfragen, eine Kindertagesstätte nach den pädagogischen Grundsätzen Emmi Piklers anzubieten. Nach den Sommerferien war es dann soweit – mit der Betriebsbewilligung vom Kanton in der Tasche konnte die Kinder-Halbtagesstätte Kinderstube für Kinder ab vier Monaten bis Kindergarteneintritt ihre Türe öffnen.

Der Kinderstube stehen über 100 Quadratmeter in hellen, loftartigen Räumen zur Verfügung. So bietet sich Gelegenheit für vielerlei Bewegung, aber auch ruhige Ecken und unterschiedliches Material zum Entdecken und Forschen, Bauen und Spielen sind vorhanden. Das Team der Kinderstube ist der Meinung, Kinder sollten nur das schönste Material in den Händen halten, denn ihre Sinne sind wach und ihr künstlerisches Empfinden noch unverbraucht. So sind die Räume fast ausschliesslich plastikfrei. Ganz im Sinne Emmi Piklers achten die Betreuerinnen darauf, jedem Kind seinen eigenen Entwicklungsrhythmus zu lassen.

Maximal sechs Stunden

Und wenn die Qualität noch so hohen Stellenwert hat, irgendwann ist es genug fürs Kind. Die Eindrücke, besonders geprägt von vielen neuen sozialen Erfahrungen, müssen verarbeitet werden. Sechs Stunden von den Eltern getrennt zu sein, ist eine enorme Leistung im Kleinkindalter. So hat sich der Verein Spielraum-Lebensraum bewusst dafür entschieden, die Kinder maximal bis um halb zwei zu betreuen. Wenn sie somit den frisch zubereiteten Zmittag (mit Dessertgarantie) zu sich nehmen, bleiben den Eltern immerhin sechs Stunden, die für eigene Arbeit zur Verfügung stehen.

Am vergangen Samstag erfreute sich das Team rund um Krippenleiterin Katja Stricker an zahlreichen Gästen. Familien, aber auch Fachleute nutzten die Gelegenheit, sich über das Angebot, aber auch über die pädagogischen Ansätze zu informieren. Noch sind einzelne Plätze frei. (pd)