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Die Kesb haben häufiger eingegriffen

Kindeswohl Ende 2016 waren 42 767 Kinder von Kindesschutzmassnahmen betroffen. Das ist eine Zunahme um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In einem Zehntel dieser Fälle ordneten die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) eine Fremd­platzierung und damit die einschneidendste Massnahme an. Die Zahl der Fremdplatzierungen sei im Vergleich zu 2015 nur leicht gestiegen, sagte der Präsident der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz, Guido Marbet, gestern nach der Präsentation der Fallzahlen. Gestiegen sei vor allem die Zahl der milderen Massnahmen, in erster Linie der Beistandschaften.

Migration als Mitgrund für Zunahme

Experten sehen verschiedene Gründe für die Zunahme der Kesb-Fälle. Flavia Frei von der Stiftung Kinderschutz Schweiz sagt: «Wir beobachten, dass es mehr Streitigkeiten um das Sorge- und Besuchsrecht gibt.» Zu einer Zunahme der Massnahmen dürfte laut Frei auch die höhere Zahl an unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden beigetragen haben. Diese erhalten je nach Situation von der Kesb einen Beistand. Zudem sei die Sensibilisierung gestiegen, sagt Frei. Ihrer Ansicht nach sind die Kesb «im Grossen und Ganzen gut unterwegs».

Unterdessen ist unklar, wie es mit der Kesb-kritischen Volks­initiative weitergeht. Vor wenigen Tagen meldete das Komitee um den Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander, der Initiativtext sei vom Bund geprüft und genehmigt worden. Eine Nachfrage bei der Bundeskanzlei zeigt aber, dass der Prozess der Vorprüfung noch nicht abgeschlossen werden konnte. (mjb/bär)13

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