Die Hofläden sind beliebt

Bäuerinnen lernten am Landwirtschaftlichen Zentrum Rheinhof, wie man einen Hofladen richtig gestaltet und welche Produkte wie und wo im Laden präsentiert werden.

Heidy Beyeler
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Schulung und Tips aus dem Praxisbereich: Die Bäuerinnen schauten sich vorsichtig um, und dann packten sie tatkräftig zu. (Bild: Heidy Beyeler)

Schulung und Tips aus dem Praxisbereich: Die Bäuerinnen schauten sich vorsichtig um, und dann packten sie tatkräftig zu. (Bild: Heidy Beyeler)

SALEZ/HAAG. Bäuerliche Betriebe sind heutzutage häufig auf Zusatzeinkommen angewiesen. So entstehen – zur Freude vieler Konsumentinnen und Konsumenten – Hofläden, in denen die auf dem eigenen Hof erzeugten Produkte angeboten werden. Lebensmittel vom Bauernhof kommen gut an. Um das Sortiment attraktiv zu gestalten, werden in Hofläden meist weitere Landwirtschaftsprodukte angeboten, die zum Beispiel auf Nachbarbetrieben produziert werden.

Verkaufen will gelernt sein

Wer einen Hofladen zum Erfolg führen will, muss einerseits Kenntnisse in Bezug auf Bewilligungen, Hygienevorschriften und Verordnungen haben, andererseits auch wissen, worauf die Kunden besonders ansprechen, und wo und wie ein Blickfang geschaffen werden kann, damit gewisse Produkte von der Kundschaft auch gesehen werden.

Zu diesem Zweck führte das Landwirtschaftliche Zentrum LZSG Rheinhof, Salez, neulich unter der Leitung von Ursula Gubser mit Fachfrau Yvonne Bertschinger aus Winterthur einen Kursnachmittag durch. Bertschinger ist Detailhandelskauffrau und Lehrperson für Detailhandelsfachleute. Ausserdem war sie seinerzeit massgeblich am Auf- und Ausbau des Biosortiments beim Volg beteiligt.

Genauso wie bei Dorfläden oder Grossverteilern kommt es auch beim Hofladen darauf an, dass die Produkte im Laden vorteilhaft ausgestellt und präsentiert werden. Die Fachstelle Bäuerliche Hauswirtschaft und Ernährung vom LZSG, Salez, bietet für die Direktvermarktung persönliche Beratungen und Weiterbildungskurse innerhalb eines Arbeitskreises an.

In Praxis umgesetzt

Nach der theoretischen Wissensvermittlung über den Direktverkauf ab Hof ging es an diesem Nachmittag an die praktische Arbeit, so richtig zur Sache. Die zwölf Teilnehmerinnen besuchten einen nahe gelegenen Hofladen mit vielfältigen Angeboten. Yvonne Bertschinger fand den Hofladen sehr attraktiv, hatte hinsichtlich der Gestaltung da und dort aber doch Anmerkungen und Vorschläge anzubringen. Diese wurden mit den Teilnehmenden besprochen und diskutiert; zum Schluss packten alle an. In kurzer Zeit sah der gleiche Laden mit veränderten Blickpunkten und nach Produkteart eingeräumten Regalen übersichtlicher aus.

An diesem praktischen Beispiel erkannten alle – inklusive der Besitzerin des Hofladens – dass manchmal Kleinigkeiten vieles bewirken können. Die Frauen erlebten ein wahrhaftiges Aha-Erlebnis. Der Weiterbildungskurs habe sich voll und ganz gelohnt, war der Schlusstenor.

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