Die Hängebrücke ist weg

Die 1968 erbaute und 1996 renovierte Hängebrücke über den Wartauer Lochbach wies Sicherheitsmängel auf. Nun hat sie der Zivilschutz abgebaut. 2015 soll eine neue erbaut werden.

Heini Schwendener
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Ende letzter Woche nach dem Zivilschutzeinsatz: Über dem Lochbach hängen nur noch die lädierten Tragseile der Hängebrücke. (Bild: Heini Schwendener)

Ende letzter Woche nach dem Zivilschutzeinsatz: Über dem Lochbach hängen nur noch die lädierten Tragseile der Hängebrücke. (Bild: Heini Schwendener)

WARTAU. Unzählige Wanderer, Skitourenfahrern und Schneeschuhläufer haben in den vergangenen vier Jahrzehnten die Hängebrücke mit einer Spannweite von rund 50 Metern benutzt, um den Lochbach im Crestatobel zu überqueren. In den vergangenen Jahren hing die Brücke immer mehr durch. Auf der Südseite konnte die Steigung auf den rutschigen, alten Holzbrettern fast nur noch dank der darauf montierten Steighilfen gemeistert werden.

Risiko kann niemand tragen

Kobi Gabathuler, der schon die Sanierung der Hängebrücke im Jahr 1996 initiiert und geleitet hatte, machte die durchhängende Brücke stutzig. Im Rahmen eines Zivilschutzeinsatzes wurden die teils im Erdreich verlegten Tragseile freigelegt. Dabei traten – wie erwartet – augenfällige, erhebliche Mängel zu Tage. Diese lassen sich nach der Einschätzung von Fachleuten nicht mehr wie vor 18 Jahren mit behelfsmässigen Reparaturen beheben. Weil die Sicherheit Vorrang hat und niemand die Verantwortung für die alte Hängebrücke übernehmen mochte, wurde entschieden, sie abzubauen. Dies auch im Hinblick auf den Winter, wenn die Schneelast zum zusätzlichen Sicherheitsrisiko wird.

Ein Provisorium

Am Freitag, nachdem der Zivilschutz die Brücke abgebaut und beidseits des Tobels provisorische Zugänge sowie einen kleinen Steg über den Lochbach errichtet hatte, gab die Gemeinde grünes Licht für eine neue Hängebrücke. • DIE DRITTE