Die Grenzkontrolle in Buchs ist gewährleistet

Der Grenzbahnhof in Buchs ist laut dem Mediendienst des Grenzwachtkommandos derzeit der «Hot Spot» im Osten des Landes. Insbesondere der «Wiener Walzer», aus dem die Grenzwacht täglich zwei bis drei Dutzend Asylbewerber in Empfang nimmt, die aus Wien in die Schweiz einreisen. Ein Augenschein.

Thomas Schwizer
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Die Ausweise und das Gepäck der aus dem Zug geführten Asylbewerber werden noch auf dem Bahnhofgelände in Buchs von der Grenzwacht und Grenzpolizei eingehend kontrolliert. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Ausweise und das Gepäck der aus dem Zug geführten Asylbewerber werden noch auf dem Bahnhofgelände in Buchs von der Grenzwacht und Grenzpolizei eingehend kontrolliert. (Bild: Thomas Schwizer)

BUCHS. «Unbestimmt verspätet» heisst es gestern morgen auf der Anzeigetafel, als der «Wiener Walzer» ausbleibt, der kurz vor 7 Uhr fahrplanmässig in Buchs eintreffen sollte. Personen nahe den Gleisen im Ausland seien die Ursache für die Verzögerung, meldete die Homepage der SBB. Schlicht «Ausfall» hiess es am Montag als Erklärung für das Ausbleiben eines Railjets. Seit dem Flüchtlingsandrang von der Balkanroute nach Österreich kommt es im grenzüberschreitenden Verkehr vermehrt zu Verspätungen, die nicht von den SBB oder der Schweizer Grenzwacht beeinflusst werden können.

Als der «Wiener Walzer» kurz vor 9 Uhr endlich eintrifft, steigen nur wenige Passagiere in Buchs aus. Die personell markant verstärkte Grenzwacht, die das Prozedere seit mehreren Wochen kennt, führt im Zug eine Personenkontrolle durch. Nach und nach werden aus einzelnen Waggons potenzielle Asylbewerber von den Grenzwächtern ins Freie begleitet. Am liebsten wären sie weiter gereist – «nach Zürich», «nach Frankreich», lauten zwei Antworten. Doch Buchs ist vorerst ihre Endstation.

Alle verhalten sich friedlich. Die meisten sind jüngere Männer, eine Familie mit zwei kleinen Kindern ist ebenfalls darunter.

Überrascht über die mehr als 20 Personen, die sie feststellen, sind die Grenzwächter nicht, denn sie erhalten von ihren österreichischen Kollegen regelmässig eine Vorinformation, wie viele Flüchtlinge sich ungefähr im Zug befinden. «Wir stehen in engem Kontakt mit den in- und ausländischen Behörden und tauschen regelmässig Informationen aus», bestätigt die Medienstelle.

Alle Asylbewerber werden freundlich, aber bestimmt in die Räumlichkeiten auf Perron 4 geleitet. Hier werden von der Grenzwache und Grenzpolizei ihre Ausweise und ihr Gepäck eingehend geprüft. Danach geht es für die Asylbewerber weiter in die Notunterkunft. Ihre Registrierung und Befragung führen später Mitarbeiter des Staatssekretariats für Migration im Empfangs- und Verfahrenszentrum des Bundes in Altstätten durch.