Die Freiheit im Ruhestand geniessen

Peter Ruf war seit 1976 Turn- und Sprachlehrer in Wildhaus und Nesslau. Ballsport ist seine Leidenschaft – nicht nur als aktiver Tennisspieler, sondern auch in Vereinen und Verbänden. Er brachte vielen Schülern das Volleyball- und Handballspiel näher. In Zukunft will er mehr reisen.

Christiana Sutter
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Peter Ruf auf dem Balkon seines Hauses in Wildhaus. (Bild: Christiana Sutter)

Peter Ruf auf dem Balkon seines Hauses in Wildhaus. (Bild: Christiana Sutter)

WILDHAUS. 50 000 Lektionen hat Sekundar-, Turn- und Sprachlehrer Peter Ruf seit 1971 unterrichtet. Zuerst in Praktiken in Kaltbrunn und Altstätten, während des Studiums an der Berufsschule in Rorschach und dann von 1977 bis 2009 in Wildhaus. Die letzten sechs Jahre unterrichtete Ruf im Oberstufenzentrum Büelen in Nesslau Sport und Sprachen. Bevor er zum Lehrerberuf fand, studierte er an der Uni St. Gallen – damals noch HSG – Wirtschaft. Mit 65 Jahren tritt er diese Woche in den Ruhestand.

Erfolge mit den Schülern

Am Morgen des Gesprächs mit der Redaktorin stand Peter Ruf bereits von sieben bis acht Uhr in der Turnhalle in Nesslau. «Ich weiss nicht, ob ich das jemals vermissen werde», ist er sich noch nicht schlüssig, «denn ich nehme den Tag wie er gerade ist und geniesse das, was ich habe.» Er war aus Leidenschaft Lehrer, vor allem Sport lag ihm am Herzen. Selber war er aktiver Spieler beim Handball-Club Fortitudo Rorschach und beim FC Rorschach. Ballspiele haben es ihm angetan. Dies zeigt sich auch an den Erfolgen, die er mit seinen Schülern in Wildhaus und Nesslau hatte.

Kein Unterricht ohne Humor

In Wildhaus war es Peter Ruf, der mit Volleyball begonnen hatte. «Über 20 Mal waren die Schüler kantonale Schülermeister, einmal sogar Schweizer Meister.» Die Augen des Sportlehrers strahlen. In Nesslau war er es, der im Freiwilligen Sport an der OS Büelen Handball einführte und später auch einen Verein gründete.

«Mir ist es wichtig, etwas bewegen zu können», sagt Ruf. Aber nicht nur das. Ihm ist es auch ein Anliegen, dass während des Unterrichts gelacht wird. «Bei mir gab es keine Schulstunde ohne Humor.» Eines habe sich aber sehr verändert in all den Jahren: «Die Schüler haben nicht mehr denselben Respekt wie zu Beginn.»

Grenzenlose Freiheit

Der 65-Jährige ist nicht nur aktiver Sportler. Er engagiert sich sich im Verein oder im Verband, will mitsprechen und Einfluss haben. Peter Ruf war 25 Jahre Präsident des Tennisclubs Wildhaus und engagiert sich im regionalen und schweizerischen Tennisverband. Auch ist er unterwegs für Sport-verein-t, ein Label der Interessengemeinschaft St. Galler Sportverbände. Künftig wird Ruf aber vermehrt auf Reisen gehen, «und mir mehr Wissen im Umgang mit dem Computer und dem Handy aneignen», sagt er nicht ohne Humor. Eines weiss er bestimmt: Er will die grenzenlose Freiheit geniessen.

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