Die Flut hinterlässt massive Schäden und viel Schlamm

OSTSCHWEIZ. Die Region Wil wurde von den massiven Regenfällen vom Sonntagabend besonders stark getroffen. Nachdem die Autobahn A1 auf Höhe Wil überflutet wurde, musste die Fahrbahn Richtung Zürich bis gestern morgen gesperrt werden.

Christoph Fust/Samuel Koch
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OSTSCHWEIZ. Die Region Wil wurde von den massiven Regenfällen vom Sonntagabend besonders stark getroffen. Nachdem die Autobahn A1 auf Höhe Wil überflutet wurde, musste die Fahrbahn Richtung Zürich bis gestern morgen gesperrt werden. Rund 250 Kubikmeter Geröll, das stellenweise 50 bis 60 Zentimeter hoch stand, musste abtransportiert werden. Im Ortsteil Bronschhofen hat ein reissender Dorfbach mehrere Autos weggeschwemmt. In Rossrüti fiel während mehrerer Stunden der Strom aus.

380 Einsätze in der Region Wil

380 Einsätze hatte der Regionale Führungsstab Wil bis gestern abend zu bewältigen. Es standen 120 Personen und 25 Fahrzeuge im Einsatz. Feuerwehrleute haben Liftschächte, Keller und Tiefgaragen leer gepumpt. Der sintflutartige Regen liess auch im Thurgau kleine Bäche zu reissenden Wassermassen anschwellen.

In Kradolf-Schönenberg, Sulgen und Erlen war das Ausmass des Schadens am grössten. «An ein vergleichbares Ereignis kann ich mich nicht erinnern», sagt ein Feuerwehrmann und langjähriger Einwohner von Schönenberg.

Notrufe im Minutentakt

Die Bäche traten über die Ufer und schwemmten Schlamm und Geröll in Unterführungen, Keller und Tiefgaragen. Im Minutentakt gingen Schadenmeldungen bei den Feuerwehren und der Kantonspolizei Thurgau ein. Die Höhe der Schäden kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Verletzte und Vermisste gab es zum Glück nicht.

Die Bahnlinie zwischen Weinfelden und Gossau sowie etliche Strassenverbindungen waren unterbrochen. Gemäss der zuständigen Feuerwehr dürften die Aufräumarbeiten noch während mehrerer Tage andauern.