Die ersten Onewheels in der Schweiz

UNTERWASSER. Aufsteigen, leicht in die Fahrtrichtung kippen und schon fährt es. Schwierig ist es nicht, mit dem Onewheel zu fahren – obschon es nur ein Rad hat. Mit seinem breiten Pneu ist es deshalb geländegängig.

Raffaela Arnold
Merken
Drucken
Teilen

UNTERWASSER. Aufsteigen, leicht in die Fahrtrichtung kippen und schon fährt es. Schwierig ist es nicht, mit dem Onewheel zu fahren – obschon es nur ein Rad hat. Mit seinem breiten Pneu ist es deshalb geländegängig. Skate- oder Snowboarder kennen das Gefühl, seitlich zu fahren, aber auch für Skifahrer ist es nach wenigen Anläufen kein Ding der Unmöglichkeit mehr.

Crowdfunding mitfinanziert

Das amerikanische Produkt wurde per Crowdfunding (Finanzierungsart übers Internet) finanziert, das Martin Sailer, der Besitzer der ersten Onewheels in der Schweiz, unterstützte. Als er als Dankeschön ein solches Gefährt erhielt, war er so überzeugt davon, dass er weitere einkaufte. Nun bietet er Touren mit diesen Einrädern an. Im Gegensatz zu seinen anderen Fahrzeugen, dem Solowheel und dem SBU, ist das Onewheel viel einfacher zu erlernen. «Die meisten können bereits nach 10 bis 15 Minuten Üben damit fahren», sagt er. Im Einrad integriert ist ein Computer, der laufend den Schwerpunkt ausrechnet und das Gefährt so selbstbalancierend macht.

Auf Strassen und Waldwegen

Ein Akku, der in nur einer Viertelstunde aufgeladen werden kann, hält je nach Steigung und Gewicht 60 bis 90 Minuten an. Wenn der Akku fast leer ist, kann man abwärtsfahren, und der Akku lädt sich wieder auf, wenn auch nicht ganz. Gesteuert wird das Fahrzeug wie ein Skateboard; lehnt man sich nach links, so folgt das Onewheel einer Linkskurve. Beschleunigt wird durch Vorbeugen, gebremst durch Zurücklehnen.

Die Touren, die Martin Sailer mit den Onewheels anbietet, finden im Toggenburg statt, können aber auf Wunsch auch in einer anderen Region durchgeführt werden. Dabei wählt der Besucher den Weg. Ob glatter Asphalt, Kieswege oder sogar Waldboden mit Wurzeln – je nach Fahrzeugbeherrschung durch den Fahrer ist fast jedes Gelände befahrbar. Schoner sind obligatorisch.

Ist das Onewheel für alle Altersklassen? «Jeder, der es sich zutraut, darf damit fahren», antwortet Sailer. Bis auf das Absteigen, das vielen trotz Beherrschen des Fahrens noch Schwierigkeiten bereitet, ist das Onewheel ein einfaches Fahrzeug. «Man muss nur Mut haben, es auszuprobieren.» Verbesserungen gibt es jedoch noch: Weil das Rad noch kein Schutzblech hat, spritzt das Wasser bei nassem Boden ans Hosenbein des Fahrers. «Weil es die erste Version des Fahrzeuges ist, fehlen die Schutzbleche. Sie kommen aber noch», verspricht Martin Sailer.