«Die bisher grösste Produktion»

Mit «Eldorado» wagt die Musical Productions Werdenberg den Sprung in die internationale Liga und setzt dabei auch auf Künstler und Fachleute aus Deutschland. Entsprechend herausfordernd ist die Finanzierung der Produktionskosten.

Hanspeter Thurnherr
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Macher und Sponsoren von «Eldorado» (von links): René Güntensberger (St. Galler Kantonalbank), Albert Ospelt (Ospelt Catering), Regisseur Nikolaus Büchel, Musikalischer Leiter Marco Schädler, Karl Pareth (St. Galler Kantonalbank), Produktionsleiter Peter Kuster, Philipp Bosshart (Axa) und Werner Koller (Amag). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Macher und Sponsoren von «Eldorado» (von links): René Güntensberger (St. Galler Kantonalbank), Albert Ospelt (Ospelt Catering), Regisseur Nikolaus Büchel, Musikalischer Leiter Marco Schädler, Karl Pareth (St. Galler Kantonalbank), Produktionsleiter Peter Kuster, Philipp Bosshart (Axa) und Werner Koller (Amag). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

BUCHS. Vor bald 25 Jahren gründete die Musikschule Werdenberg einen Verein, der inzwischen mit Produktionen wie «Elvis», «Soulman», «Blues Brothers» oder «Heartbreak Hotel» viele tausend Zuschauer begeisterte. Musical Productions Werdenberg, aus der Musikschule Werdenberg heraus entstanden, ist dabei ihrer Philosophie treu geblieben.

Dazu gehört neben Kreativität und Professionalität die hohe Qualität aller Beteiligten. «Wir wollten und wollen mit unseren Produktionen die regionalen Kräfte bündeln und eine Plattform aus der Region für und in der Region bauen», sagte Produktionsleiter Peter Kuster anlässlich der gestrigen Präsentation der nunmehr neunten Produktion «Eldorado» (siehe Frontseite).

Ein Kulturbauplatz

Peter Kuster versteht die Produktion auch als Kulturbauplatz, auf dem der Spielort (die alte Lokremise), Musik, Neue Medien, Tanz und Handlung zusammenwirken. Aber auch als Plattform für ein eigenständiges Kulturschaffen, bei der Eigenproduktionen Klangbilder der heutigen Zeit mit adäquater Choreographie sowie Licht- und Tonkonzepten umsetzt. Wie zentral die Musik auch bei dieser Produktion ist, beschrieb Marco Schädler, der Musikalische Leiter, wie folgt: «Es scheint, als hätte Mathias Ospelt, der das Libretto schrieb, die Geschichte um die Musik herum geschrieben.»

Nebst den 28 Country & Western-Songs wird Schädler aber auch Schweizer «Touch» ins Stück einbringen. So werden Alphornklänge, Hackbrett und Talerschwingen nicht fehlen. Schädler stützt sich dabei auf beste Musiker aus der Region. Einbezogen werden aber auch spezielle Instrumentierungen und Effektinstrumente.

Zwei Drittel «fremdfinanziert»

Wie Peter Kuster sagte, wird «Eldorado» die bisher grösste Produktion sein. Er habe riesigen Respekt davor, dass die Region ein solches Projekt, auch was die finanzielle Seite angehe, auf die Bühne bringe. Denn nur ein Drittel der Produktionskosten von rund 930 000 Franken könne realistisch mit den Tickets hereingespielt werden, zwei Drittel müssen also «fremdfinanziert» werden.

«Es ist eine Auszeichnung für alle jene Leute, die dies fertigbringen», sagte Kuster. Denn das «unseelige Thema Euro/Franken» habe sich auf die Finanzen ausgewirkt. «Wir streben aber immer an, bei den Billettpreisen familienfreundlich und sozialverträglich zu sein.» Dies sei nur möglich dank der Sponsoren.

Drei der wichtigsten Unterstützer, die St. Galler Kantonalbank, die Axa Winterthur und die Amag, halten schon jahrelang die Treue – und sind auch bei dieser Produktion wieder dabei. Aber auch die öffentliche Hand, Stiftungen und Träger sowie Private ermöglichen letztlich dieses «Gesamterlebnis für Auge, Ohr und Gaumen».