Die «Atombombe» entschärft

Das NTB präsentiert mit dem Systemtechnikprojekt 2015/2016 seine hochstehende Ingenieurausbildung. Von den Studenten gebaute Roboter lösten eine «knifflige» Aufgabe.

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Der blaue Draht oder doch eher der rote? Roboter der Systemtechnik-Studierenden an der NTB entschärfen unter den wachsamen Augen des gespannten Publikums eine Minibombe. (Bild: pd)

Der blaue Draht oder doch eher der rote? Roboter der Systemtechnik-Studierenden an der NTB entschärfen unter den wachsamen Augen des gespannten Publikums eine Minibombe. (Bild: pd)

BUCHS. Jedes Jahr stellen sich die angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen des NTB Bachelorstudiums Systemtechnik im ersten Jahr einer ebenso originellen wie anspruchsvollen Aufgabe. Ziel ist es, Roboter zu bauen, welche jeweils zusammen eine anspruchsvolle Aufgabe lösen. Das Ergebnis ihrer Arbeiten haben sie am vergangenen Dienstag im bzb präsentiert.

Kommunizierende Roboter

Kommunikation wird in diesem Projekt grossgeschrieben: nicht nur innerhalb der Teams an den Studienstandorten Buchs, St. Gallen und Chur, sondern auch bei den Robotern. Diese sind nicht etwa ferngesteuert, sondern kommunizieren tatsächlich miteinander, zum Beispiel mittels Bluetooth. Vor zwei Jahren lautete der Projekttitel «Roboter-Restaurant», letztes Jahr war ein «Ausbruch aus Alcatraz» angesagt. Noch etwas krimineller, inspiriert vom legendären Bond-Film «Goldfinger», mussten die Studierenden dieses Jahr eine kleine (fiktive) Atombombe entschärfen.

Einar Nielsen, Dozent für Robotik und Leiter des Projekts Systemtechnik, betont: «Das Thema des Systemtechnikprojektes wurde bereits vor einem Jahr festgelegt, also lange vor den tragischen Terroranschlägen der letzten Zeit. Im Projekt zeigen die angehenden Ingenieure und Ingenieurinnen, wie sie mit Technik die Welt von morgen noch ein bisschen praktischer, sicherer, besser machen können.» Sie nutzen dazu ihre Kreativität, Engagement und wachsendes, praxisnahes Know-how. Im Projekt lernen sie das NTB Ausbildungskonzept, die «Philosophie» des interdisziplinären Systemtechnik-Studiums, hautnah kennen. Sie konstruieren und programmieren Roboter und verwenden dabei ausschliesslich Techniken und Komponenten, wie sie auch in der Industrie gängig sind. «Komplexe Projekte und Prozesse zu beherrschen, ist eine Schlüsselkompetenz für ihren späteren Erfolg in der Industrie», ergänzt Nielsen.

Anspruchsvolle Aufgabe gelöst

Nach kurzer Begrüssung durch René Canal, Leiter bzb-Berufsmaturität, Lothar Ritter, Rektor NTB, und Einar Nielsen, Modulleiter Systemtechnikprojekt NTB, war es so weit: Die Roboter oder vielmehr die elf Teams (fünf davon mit Studierenden aus Liechtenstein) hatten drei Minuten Zeit, zu zeigen, was sie in dem ersten Jahr Ingenieurstudium gelernt hatten. Die Vielseitigkeit des Studiums manifestierte sich dabei nicht nur in technisch kreativen Lösungsansätzen, auch in Sachen Präsentationstechnik konnten einige Teams ganz schön auftrumpfen. Sie wussten das Publikum durch Integration von musikalischen Einlagen, kurzweiligen Videos und Stunts zu begeistern. Zum Schluss: Happy End bei fast allen Vorführungen.

Die Besucher konnten beim Abschlussapéro in Buchs die verschiedenen Lösungsansätze beziehungsweise Roboter nochmals in Ruhe anschauen und sich mit den Studierenden austauschen. (pd)