Die Armee mobilisiert für einen besseren Ruf

WERDENBERG. Die SVP Gams lud zu einem interessanten Informationsabend ein, bei dem die Gäste Einblick zur Armee von heute und in Zukunft von Oberstleutnant Roger Rauper erhielten.

Heidy Beyeler
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WERDENBERG. Die SVP Gams lud zu einem interessanten Informationsabend ein, bei dem die Gäste Einblick zur Armee von heute und in Zukunft von Oberstleutnant Roger Rauper erhielten.

Roger Rauper, Schulkommandant Stv der Übermittlungs- und Führungsunterstützungsschule 61 (Uem/FU S 61), Waffenplatz Frauenfeld, folgte der Einladung seines Bruders Roman Rauper, Präsident SVP Gams, um die interessierte Bevölkerung aus dem Werdenberg über die Ziele der Armee von heute und morgen im Landgasthof Werdenberg zu informieren.

Die beste Armee auf der Welt

Der Informationen gab es eine Menge. Der Vortrag inklusive eine halbe Stunde Diskussionen, exklusive Pause, dauerte gute zweieinhalb Stunden. Etwas lange für einen öffentlichen Anlass, bei dem die anwesenden Bürger zum grössten Teil bereits eigene Erfahrungen im und mit dem Militär für sich verbuchen konnten – ausser einer Dame und der Schreibenden waren ausschliesslich gestandene Mannen anwesend.

Beim Thema Weiterentwicklung der Armee sei man nun doch einen Schritt weitergekommen, nachdem der Nationalrat der Zahl von 100 000 Mann und einem Budget von jährlich 5 Milliarden Franken zugestimmt habe, sagte Rauper. «Das Ziel von Ueli Maurer: Die Schweiz wird die beste Armee der Welt. Gleichzeitig soll die Einsatzbereitschaft erhöht, die Kaderausbildung verbessert, die Vollausrüstung der Einsatzverbände gewährleistet und die Regionalisierung durch kleinere Einheiten möglich gemacht werden.»

Zusätzliche Herausforderung

Bei der Weiterentwicklung der Armee müsse man der Tatsache ins Auge schauen, dass sich für die Sicherheit der Bevölkerung bereits einiges geändert habe, erinnerte Oberstleutnant Rauper die Zuhörer.

Allerdings komme dazu, dass die mediale Wirkung auf den Terror sowie die Bedrohung von jihadistischen Gruppierungen – in der Schweiz sind etwa 70 Personen bekannt – für die Armee eine zusätzliche Herausforderung sei.

Die Milizarmee mit allgemeiner Wehrpflicht bleibt, wie Roger Rauper festhält. Man müsse aber bedenken, dass es immer schwieriger werde, Leute fürs Militär rekrutieren zu können. «Deshalb kommt man zum Schluss, sich lieber auf eine realistische Zahl von 100 000 Mann zu beschränken, um mit ihnen etwas Anständiges anfangen und sie anständig ausrüsten zu können.»

«Armee braucht 20 Milliarden»

Das Budget von insgesamt 20 Milliarden Franken für die Jahre 2017 bis 2020 sei die Summe, welche die Armee brauche, um die vier genannten Punkte, Einsatzbereitschaft, Kaderausbildung, Vollausrüstung und Regionalisierung, umsetzen zu können, führte Rauper weiter aus. Nur so könnten die drei Bereiche der Armeeaufträge Verteidigung, Friedensförderung und Konfliktverhinderung sowie subsidiäre Unterstützung der Blaulichtorganisationen und Katastropheneinsätze wahrgenommen werden.

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