Die achte Anlage kommt wohl auf den Neubau Stütlihus

GRABS. Seit Ende 2015 liefert die siebte Photovoltaik-Anlage der GrabSolar AG Strom. Sie ist auf dem Dach des neuen Kirchgemeindehauses installiert. Die Leistung der Anlage liegt knapp unter 30 Kilowattpeak (kWp).

Hanspeter Thurnherr
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GRABS. Seit Ende 2015 liefert die siebte Photovoltaik-Anlage der GrabSolar AG Strom. Sie ist auf dem Dach des neuen Kirchgemeindehauses installiert. Die Leistung der Anlage liegt knapp unter 30 Kilowattpeak (kWp). Damit konnte die Anlage bei der KEV (kostendeckende Einspeisevergütung der Swissgrid AG) für eine Einmalvergütung angemeldet werden.

Die Chancen stehen damit gut, dass ein Teil der Anlagekosten vergütet werden. «Die normale Vergütung für effektiv ins Netz eingespeiste Elektro-Energie ist zurzeit fast aussichtslos, besteht doch schweizweit eine Warteliste von über 46 000 Anlagen», erklärt Roger Rusterholtz. Der Grabser Gemeinderat ist Mitinitiant und Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft.

Strom für 80 Haushalte

Mit der neuen Anlage erhöht sich die Stromproduktion um weitere rund 29 000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr auf etwa 310 000 kWh. «Dies entspricht dem Stromverbrauch von knapp 80 Haushalten», rechnet Roger Rusterholtz vor. Bis jetzt hätten sich die Erwartungen an die Anlagen erfüllt. Genauso wie es im voraus berechnet wurde. «Wir hatten zuletzt auch zwei gute Sommer. 2014 noch etwas besser als 2015. Das hängt natürlich vom Wetter respektive von der Sonneneinstrahlung ab», erläutert der pensionierte NTB-Dozent.

GrabSolar hat bereits eine achte Anlage im Visier: auf dem Flachdach des Erweiterungsbaus des Stütlihus. «Weitere Standorte sind in Abklärung. Wir wollen grundsätzlich weiterhin öffentliche Gebäude einbeziehen», sagt Roger Rusterholtz.

100 Aktionäre

Das hat auch einen praktischen Grund. Private Besitzer, welche ein Gebäude für eine Solaranlage zur Verfügung stellen, müssen sich für 25 Jahre verpflichten. Das kann unter Umständen eine lange Zeit sein.

Heute sind 100 Personen und das EW Grabs Aktionäre der Gesellschaft, die über ein Aktienkapital von 825 000 Franken verfügt. Dieses ist eingeteilt in 1500 Namensaktien zu 550 Franken. Der Bau weiterer Anlagen hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich weitere interessierte Grabserinnen und Grabser finden lassen, die als Aktionäre einsteigen. Der grosse Vorteil gegenüber einer Solaranlage auf dem eigenen Haus: Man muss sich weder um den Bau noch um die spätere Wartung kümmern und hat auch keinen administrativen Aufwand. ? LOKAL 5