Deutsch lernen als Schlüssel für die Integration

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Buchs Am 21. August nimmt die Quartierschule in Buchs den Betrieb auf. Der Pilotkurs findet in den Räumlichkeiten des Feuerwehrdepots an der Volksgartenstrasse 38 statt. Das Sozialamt der Stadt hat mit dem Diakonieverein Werdenberg den idealen Partner für die Organisation der Quartierschule gefunden, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt. Die Organisation sowie die Rekrutierung und Koordination der freiwilligen Lehrpersonen übernimmt Ruth Graf, Mitarbeiterin Diakonieverein, im Auftrag des Sozialamtes Buchs. Personen, welche sich für die Ausbildung und Tätigkeit als Lehrperson an einer Quar­tierschule inter­essieren, wenden sich unter ruth.graf@diakonieverein.ch.

Die Gruppeneinteilung der rund 16 Kursteilnehmenden obliegt dem Sozialamt, welches seine fremdsprachigen Klientinnen und Klienten der Quartierschule zuteilt. Andere Migrantinnen und Migranten aus Buchs, welche Interesse an der Deutschförderung haben, wenden sich für eine Beratung diesbezüglich an den Sozialdienst für Fremdsprachige von Mintegra Buchs. Mintegra wird sodann Empfehlungen für mögliche Teilnehmer an das Sozialamt weiterleiten, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

60 Lektionen als Grundstein in ein neues Leben

Rund zwei Drittel der Asyl­suchenden werden in der Schweiz als Flüchtlinge oder als vorläufig Aufgenommene anerkannt und bleiben längerfristig oder dauerhaft bei uns. Das Erlernen der Sprache ist für Migranten der Schlüssel zur Integration. Die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten hat aus diesem Grund für den Kanton St. Gallen das Projekt «Quartierschule SBI» (Sprache/Begegnung/Integration) initiiert, welches sämtlichen Migrantinnen und Migranten eine wohnortnahe und kostenlose Deutschförderung bieten soll. Mit einem Starterkurs mit 60 Lektionen soll der Grundstein für die berufliche Integration gelegt werden.

Der Unterricht wird anhand eines Lehrkonzepts aus Liechtenstein, genannt «Neues Lernen», durchgeführt. Primär gehe es darum, spielerisch die sprachliche Hemmschwelle zu überspringen und die Kursteilnehmer so zum Sprechen im Alltag zu motivieren. Zudem erleben sie die hiesige Kultur und Gesellschaft. Pilotkurse sind in Sennwald und anderen Gemeinden erfolgreich gestartet. Detaillierte Infos unter www.quartierschulen.ch . (pd)