Der Ursprung ist die Liebe

Am 2. Mai startet das fabriggli Buchs mit seiner neuen Eigenproduktion «Tatort.Liebe. Am Anfang war ich sehr verliebt.». Im Theaterprojekt geht es um das Thema häusliche Gewalt.

Corinne Hanselmann
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BUCHS. Eigenproduktionen haben im Werdenberger Kleintheater fabriggli Tradition. Mit wechselnder Regie und unterschiedlichen Schauspielern bringen sie Abwechslung auf die Bühne. Anfang Mai startet das neue Werk «Tatort.Liebe.». Zum zweiten Mal nach 2007 («Der Gehülfe» von Robert Walser) nimmt Brigitte Walk die Regie in die Hand. Die Vorarlbergerin ist Schauspielerin und Regisseurin und hat Engagements an verschiedensten Theatern. Sie versteht es, auch schwierige Themen wie die häusliche Gewalt mit dem Theater zusammenzubringen.

Selbst erarbeitetes Theaterstück

«Was im fabriggli auf die Bühne kommt, war kein fertiges Theaterstück», erklärt Walk. Gemeinsam mit der 14köpfigen Schauspielgruppe und dem Produktionsteam habe sie alles von Grund auf selbst erarbeitet. Man habe im letzten Sommer angefangen, zusammen über das schwierige Thema diskutiert, mit der Opferhilfe und Beratungsstellen gesprochen, Erfahrungsberichte gelesen, geforscht, geschrieben und ausprobiert. «Die grosse Herausforderung war», so Walk, «dieses schwierige Thema zu fassen und ihm eine Gestalt zu geben. Wie erzähle ich jemandem davon in Form eines Theaters mit einem spannenden Ablauf?» Und obwohl es ein ernstes Thema ist, soll das Publikum auch lachen können.

Das Publikum sensibilisieren

Aus der vielen Arbeit ist nun das Stück «Tatort.Liebe. Am Anfang war ich sehr verliebt.» entstanden. Denn der Ursprung einer Beziehung ist immer die Liebe. Aufgrund eines Vorfalls, etwa einem Streit mit Übergriffen, kann sich daran etwas verändern, bis ein Teufelskreis der Gewalt seinen Lauf nimmt. Die Zuschauer haben dabei Einblick in das Leben und die Beziehung vier völlig verschiedener Frauen.

Walk möchte das Publikum darauf sensibilisieren, was häusliche Gewalt bedeutet. «Es soll sich damit beschäftigen, wie eine Beziehung funktioniert», sagt sie. Noch sind die Proben voll im Gang. In zweieinhalb Wochen findet im fabriggli die Premiere statt. «Wir sind sehr gespannt, wie das Publikum reagiert», so die Schauspielerin Beatris Senften. • DIE DRITTE

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