Der «Summer-Park» ist beliebt

Ein bisschen grün, ein bisschen Farbe und dazu zwei Bocciabahnen – fertig ist ein kleiner Sommerpark, in dem die Menschen gerne eine Pause einlegen und geniessen. Ein Erfolgsprojekt in Schaan.

Janine Köpfli
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Im Schatten unter Bäumen herrscht vor allem zur Mittagszeit Hochbetrieb auf den Enzos im kleinen «Summer-Park» von Schaan. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Im Schatten unter Bäumen herrscht vor allem zur Mittagszeit Hochbetrieb auf den Enzos im kleinen «Summer-Park» von Schaan. (Bild: Tatjana Schnalzger)

SCHAAN. Die magentafarbenen und mintgrünen Sitz- und Liegegelegenheiten im Schaaner Zentrum fallen auf und machen richtig Lust, die Beine hochzulagern. Sie haben sogar einen Namen: Enzos heissen sie, und sie sind seit Jahren der Sitztrend in vielen Städten.

Alles begann in Wien

Alles begann in Wien, wo die PPAG Popelka Poduschka Architekten Wien 2002 vom Museumsquartier angefragt wurden, ob sie Möbel für den Hof entwickeln könnten.

Das PPAG-Team hatte für die Wintersaison neue Punsch-Stände entwickelt – zusammengebaut aus einzelnen Elementen wollten sie diese in anderen Aufstellungsvarianten das ganze Jahr über nutzen. Und so wurden aus den Punsch-Ständen die Möbel fürs Museumsquartier in Wien – im Winter und im Sommer. Sie nannten sie «Enzis». Das ist eine Abkürzung für Daniela Enzi, die Prokuristin und Kommunikationsverantwortliche des Museumsquartiers war.

Unzählige Kombinationen

Das Besondere an den Enzis: Die PPAG-Architekten erfinden sie jedes Jahr neu. Die einzigartige Geometrie ermöglicht unzählige Kombinationen und brachte dem Museumsquartier Rekordzahlen an Besuchern. Die Besucher in Wien lieben die Enzis, und die PPAG wird immer wieder gefragt, wo man denn die tollen Sitz- und Liegemöbel kaufen kann. 2010 entwickelten die PPAG in Zusammenarbeit mit Designern eine neue Familie von Enzis: die Enzos. Sie sind industriell aus Polyethylen gefertigt und voll recycelbar.

Mittlerweile sind sie in vielen Städten anzutreffen und laden eben auch in Schaan zum Verweilen ein. Der sogenannte «Summer-Park» – gesprochen mit «u» wie im Dialekt – ist seit Ende Juni geöffnet; und wer Lust hat, darf sogar Kräuter aus den grossen Töpfen ernten. Die Idee eines Urban-Gardening-Projekts hatten Gemeindemitarbeiter von Schaan, wie im Gemeindeblatt «blickpunkt» festgehalten wird.