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Der Streit am Berg

Die Bergbahnen im Obertoggenburg liegen sich seit Monaten in den Haaren. Die aussagekräftigsten Kennzahlen zu den beiden Unternehmen und die vier wichtigsten Akteure – von Regula Weik und Christoph Zweili.

Illustration: Sandra Näf

Der Polteri Wildhaus 2.0 soll nach 25 Jahren seine Laufbahn krönen. Jack Rhyner will danach das Mandat als Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG abgeben. Lautstark und kampfeslustig tritt der Buchser Anwalt auch im Namen der Kleinaktionäre gegen die Übernahmegelüste der Konkurrenz aus Unterwasser an. Alles nur ein Ablenkungsmanöver? – Im Hintergrund verhandelt der 66-Jährige mit potenziellen Geldgebern und versucht, das 15-Millionen-Projekt aus eigener Kraft zu stemmen. Aufgeben wird er auf keinen Fall.

Die Aneckende Sie schaltet Inserate, sie verschickt Flyer, sie redet nicht mit den Adressaten. Ihr Verhalten sei arrogant, ihr Geschäftsgebaren intransparent, sagen ihre Kritiker. Mélanie Eppenberger, Verwaltungsratspräsidentin der Toggenburg Bergbahnen AG, ist nicht im Tal aufgewachsen. Wer auf Distanz zu ihr gehen will, redet von «der Französin». Sie selber sieht es als Vorteil, so könne sie freier arbeiten. In die Karten schauen lässt sie sich nicht. Das bisherige Resultat steht auf dem Berg. Das nächste Ziel wohl in einem späteren Flyer.

Der Machtlose Wie immer er es macht, ist es falsch: Der St. Galler Volkswirtschaftschef will am Pizol begangene Fehler nicht wiederholen. Daher versucht Bruno Damann im Bergbahnenstreit zu vermitteln – erfolglos. Dann reagiert der 60-Jährige hart: Er blockiert 5 Millionen Franken aus der Neuen Regionalpolitik für das Ausbauprojekt Wildhaus 2.0, wenn sich die beiden Bergbahnen nicht auf ein Billett am gleichen Berg einigen. Das hätte er in Eigenkompetenz tun können. Damann nimmt aber die Gesamtregierung in die Pflicht.

Der Vermittler Er ist rhetorisch fit. Er bringt es auf den Punkt, denkt auch mal quer, und er mag die Menschen. Rolf Züllig steht seit 2010 als Präsident der damals fusionierten Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann vor. Er kommt aus der Wirtschaft und aus dem Rheintal. Ein Quereinsteiger, ein Auswärtiger. Erst das Konzert der Rechten in Unterwasser, jetzt der Bergbahnenstreit: Züllig braucht sich keine Aktionen für seine Gemeinde zu überlegen. Das erledigen andere für ihn. Und ein allfällig schiefes Bild rückt er professionell zurecht.

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