Der Stellenwert des Gesangs ist unbestritten

BUCHS. Sechs Chöre und eine Instrumentalgruppe verwöhnten die Besucherinnen und Besucher am Frühlingskonzert in der evangelischen Kirche. Der Stellenwert des Gesangs wurde dabei eindrücklich betont.

Adi Lippuner
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Der Frauenchor Buchs ist die einzige reine Frauenformation im Werdenberger Sängerverband. (Bilder: Adi Lippuner)

Der Frauenchor Buchs ist die einzige reine Frauenformation im Werdenberger Sängerverband. (Bilder: Adi Lippuner)

BUCHS. Sechs Chöre und eine Instrumentalgruppe verwöhnten die Besucherinnen und Besucher am Frühlingskonzert in der evangelischen Kirche. Der Stellenwert des Gesangs wurde dabei eindrücklich betont.

Paul Knupp, Präsident des Sängerverbands Werdenberg, konnte am späteren Sonntagnachmittag eine grosse Zahl Gesangsfreunde begrüssen. Er blendete zurück in die Entstehungszeiten der verschiedenen Vereine und meinte: «Im 19. Jahrhundert gab es für die Menschen noch wenig Zerstreuungsmöglichkeiten, Singen war eine davon. Heute, mit den unzähligen Freizeitangeboten, ist dies anders, doch der Stellenwert des Gesangs ist unbestritten.»

Zum Sängerverband Werdenberg gehört der Frauenchor Buchs, Leitung Barbara Koller, der Männerchor Sennwald-Haag, Leitung Bernhard Neyer, der Männerchor Campesia Gams, Leitung Christian Nipp, der Sängerbund Buchs, Leitung Christian Büchel, sowie der Männerchor Grabs und der Gemischte Chor Grabs/Umgebung, beide geleitet von Anni Forrer.

Vom Wettstreit zum Miteinander

Martin Schmidt, Aktivmitglied im Männerchor Sennwald-Haag, führte durchs Programm. Er liess die eine oder andere Episode aufleben und gab dem Anlass damit den passenden Rahmen. «Vor zehn Jahren, beim ersten gemeinsamen Auftritt, war es noch eher ein Gegeneinandersingen, es war ein Wettstreit zwischen den Chören, und heute ist es ein erfreuliches Miteinander», so Martin Schmidt.

Zudem habe sich der Sängerverband zur zehnten Auflage des Frühlingskonzerts sowie zum 160jährigen Bestehen und dem 150. Geburtstag des Kantonalgesangsverbands sich selbst und dem Publikum ein Geschenk gemacht.

Mit der Instrumentalgruppe, Marco Schädler, Triesenberg, Orgel, Milena Rothenberger, Buchs-Räfis, Gesang, Trompete, Flügelhorn, und Kurt Rothenberger, Haag, Trompete und Flügelhorn, gab es eine unvergessliche Bereicherung der Gesangsdarbietungen. An die Adresse von Milena Rothenberger sagte Martin Schmidt: «Du warst einer meiner Täuflinge, und ich habe den damaligen Taufspruch extra ausgedruckt und werde ihn dir im Anschluss ans Konzert überreichen.»

Kirchliche und weltliche Lieder

Das bunte Programm – jeder der Chöre sang zwei Lieder – spannte den Bogen von geistlichen Liedern bis hin zu allseits bekannten Ohrwürmern. Ob «Bel Ami», die Geschichte eines Mannes, der jede Frau liebt, aber keiner treu sein kann, gesungen vom Männerchor Grabs, oder ein traditionelles irisches Segenslied «An Irish Blessing» mit dem Sängerbund Buchs, das Publikum war von den Darbietungen begeistert.

Oder um es mit den Worten von Martin Schmidt zu sagen: «Es ist faszinierend, welche Vielfalt hier geboten wird. Mir geht das Herz auf, wenn kirchliche Lieder gesungen werden, ich freue mich aber auch über bekannte Stücke.» Zudem sei es heute so, dass die Menschen nicht mehr bei jeder Gelegenheit in die Kirche kommen, «deshalb ist es richtig, wenn die Kirche zu den Leuten geht». «Mit Musik geht alles besser», diesen Beweis traten alle Sängerinnen und Säger beim gemeinsamen Auftritt an. Nach der Musik von Werner Bochmann, dem Text von Erich Knauf und bearbeitet von Willy Parten wurde der eindrückliche Beweis geliefert, dass Singen ganz einfach Freude macht und alle mitreisst.

Der Sängerbund Buchs begeistert mit dem Lied «In der Strasse wohnst du».

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