Der Spass am Spiel ist zentral

Bei der 9. Ausgabe des Jassturniers im Haag Center drehte sich drei Tage alles um Schilten, Schellen, Rosen, Eicheln, «Unäufa» und «Obäabä».

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Erfahrung, gute Karten und etwas Glück waren für Spitzenresultate nötig. (Bild: pd)

Erfahrung, gute Karten und etwas Glück waren für Spitzenresultate nötig. (Bild: pd)

HAAG. Konzentriert sitzt die Runde um den Jassteppich. Vom geschäftigen Treiben im Haag Center bekommt sie nichts mit. Das Spiel läuft zügig, und man erkennt auf den ersten Blick: Alle vier Jasserinnen und Jasser sind «Profis». Danach wird der Verlauf des Spiels kurz innerhalb der Runde diskutiert, die Punkte gezählt, notiert und die Karten erneut verteilt. Ansonsten wird wenig gesprochen, schliesslich sind sie zum Spielen da, nicht zum Plaudern. Dafür bleibt später in den Pausen noch genug Zeit.

Vier Passen Einzelschieber

Gespielt wurden vier Passen zu zwölf Runden Einzelschieber. Wer also ein schlechtes Blatt hatte, bekam Gelegenheit, die Punkte wieder zu kompensieren. Auch Irma Sieber musste auf diese Option zurückgreifen, denn in der letzten Runde lief es optimal.

Aber beim Jassen ist es wie im Leben, es gibt Hochs und Tiefs. «Ich habe noch kein Jassturnier im Haag Center verpasst», sagt sie und betont gleichzeitig: «Natürlich ist es schön, wenn man gewinnt, aber viel wichtiger ist der Spass.» Zum Schluss erreichte Irma Sieber mit fast 4000 Punkten den 11. Rang.

Alle kamen auf ihre Kosten

Das Jassturnier stiess wieder auf grosses Interesse, und das hat ebenso Tradition wie die Veranstaltung selber. So waren nicht alle der zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem gleichen Ehrgeiz am Werk. Es galt der olympische Gedanke: «Dabei sein ist alles.»

Die weniger ehrgeizigen Jasserinnen und Jasser kamen also ebenfalls auf ihre Kosten. Erst hatten sie Spass am Spiel, und bei den Preisen im Gesamtwert von 3000 Franken ging ebenfalls niemand leer aus. Viele von ihnen werden bei der nächsten Ausgabe des Jassturniers im Haag Center wohl wieder mitspielen. (pd)

AUSZUG AUS DER RANGLISTE

Donnerstag: 1. Annemarie Stieger, 2. Anton Dietsche, 3. Bethli Bicker.

Freitag: 1. Jakob Dux, 2. Mirjam Heierli, 3. Willi Fuchs.

Samstag: 1. Marie Hobi, 2 Walter Berther, 3. Erich Heule.