Der Pflegeheimkredit wird vorgelegt

Die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Grabs entscheidet über einen Kredit von 880 000 Franken für die Sanierung des Pflegeheims Werdenberg. Der Betrag muss jedoch nicht budgetiert werden.

Hanspeter Thurnherr
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GRABS. Der Altbau (Haus A) des Pflegeheims Werdenberg besteht seit fast 40 Jahren. Der Zweckverband liess deshalb in den letzten zwei Jahren ein Sanierungsprojekt ausarbeiten. Dieses sieht vor, alle Leitungen zu ersetzen, die Bewohnerzimmer mit einer kontrollierten Lüftung zu erschliessen, die Zuluft der Zimmer zu befeuchten und mit einer Wärmerückgewinnungsanlage weitere Energieeinsparungen zu erzielen.

Mehr Komfort für Bewohner

Für die im Pflegeheim lebenden Menschen werden weitere Mehrwerte geschaffen. So gibt es über alle drei Stockwerke einen gedeckten Balkon, bedeutend mehr Einzelzimmer, alle Zimmer mit direktem Zugang zum persönlichen Sanitärbereich, in jedem Stockwerk einen Wohnbereich mit einer frei zugänglichen Etagenküche. Trotz mehr Einzelzimmern bleibt die Gesamtbettenzahl unverändert bei 70 bewilligten Plätzen.

Frühestens in 15 Jahren soll die Gebäudehülle samt den Fenstern saniert werden, weil erst dann die Fenster ihr «Lebensalter» erreichen werden.

Für die aktuelle Sanierung wird mit Kosten von 4,978 Mio. Franken gerechnet. Bei einer Abschreibungsdauer von 15 Jahren ist es nach heutigem Kenntnisstand möglich, das Projekt durch den Zweckverband selber zu finanzieren, ohne dass die Grenze der Fremdverschuldung von 5,2 Mio. Franken überschritten wird. Dies bedeutet, dass die Gemeinden für das Projekt keine finanziellen Mittel zuschiessen müssen – und deshalb auch Grabs seinen Haftungsanteil von 880 000 Franken nicht ins Budget 2014 aufnehmen muss.

Steuerfuss soll gleich bleiben

Die Bürgerschaft entscheidet auch über die Jahresrechnung 2013 und den Voranschlag 2014. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 1,108 Mio. Franken, was zusätzliche Abschreibungen, Vorfinanzierungen und eine Eigenkapitalerhöhung erlaubt. Das Eigenkapital steigt dadurch auf 6,442 Mio. Franken.

Das Budget 2014 rechnet mit einem Fehlbetrag von 914 500 Franken. Höhere Ausgaben werden vorwiegend bei der Pflegefinanzierung, beim Kinder- und Erwachsenenschutz sowie beim Verkehr erwartet. Der Gemeinderat will den Steuerfuss aber bei den heutigen 130 Prozent belassen.

Höhere Investitionen geplant

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde netto 1,256 Mio. Franken investiert. Geplant waren 6,470 Mio. Franken. Deshalb sind nun für 2014 Nettoinvestitionen von 7,977 vorgesehen. In seinem Vorwort erwähnt Gemeindepräsident Rudolf Lippuner den neuen Halbstunden- und in Spitzenzeiten gar Viertelstundentakt bei der Buslinie Buchs–Grabs sowie die Weiterführung der Buchser Linie ins Grabser Industriegebiet als wichtigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dieser sei aber nicht zum Nulltarif zu haben.

Spitalneubau und Jubeljahr

Erfreut zeigt er sich, dass das Spital Grabs neu gebaut werden soll. Nach einem Baumoratorium von 15 Jahren und einer Planungszeit seit 2006 sei es geradezu zynisch, dass jetzt immer neue Vorschläge den Neubau von Grabs verhindern wollen. Dies nachdem Volk und Parlament die jetzige Spitalstrategie mehrmals bestätigt haben.

Lippuner freut sich im 2014 auf viele interessante Begegnungen im ganzen «Jubeljahr», feiert die Gemeinde doch «1400 Johr Grabs» mit einem «Fescht für alli» und zahlreichen Anlässen.

Bürgerversammlung Schulgemeinde und Politische Gemeinde, Mittwoch, 2. April, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Unterdorf