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Der «Nuggi» und seine Auswirkungen auf Entwicklung und Sprache

Sozialtipp
Mütter- und Väterberatung Werdenberg
Mit 18 Monaten sollte ein Kind grösstenteils vom «Nuggi» abgewöhnt sein. (Bild: Trix Niederau)

Mit 18 Monaten sollte ein Kind grösstenteils vom «Nuggi» abgewöhnt sein. (Bild: Trix Niederau)

Woher kommt eigentlich der Schnuller? Hat er wirklich so viele negative Auswirkungen, wie ihm immer nachgesagt werden? In der heutigen Zeit ist der Schnuller oder «Nuggi» ein Alltagsgegenstand geworden. Ein Säugling beruhigt sich über das Saugen an der Brust, am Finger oder an einem künstlichen Sauger. Das Kind kann sich dadurch in der Körpermitte finden, fühlt sich geborgen und kann sich beruhigen und entspannen. Positiv wirkt sich der Schnuller auch bei Fahrten mit einer Seilbahn oder beim Fliegen aus. Beim Abheben und Landen hilft das Saugen, den Druckausgleich in den Ohren zu regulieren.

Ein drei Monate altes Kind nimmt die Hände immer mehr wahr und saugt zum Entdecken und Lernen an ihnen. Wenn ein Monat später das Ergreifen von Spielsachen erlernt wird, wird ­alles mit dem Mund erkundet. Dies fördert nicht nur den Speichelfuss, sondern trainiert auch die Mundmuskulatur und deren Koordination, was für die Entwicklung der Sprache und für das Kauen wichtig ist. Der Mund wird nicht nur zur Nahrungsaufnahme gebraucht, sondern bekommt auch gleich eine sehr kommunikative Funktion.

Die Neugeborenen nehmen durch das Schreien, das Stillen und später auch durch das Lallen Kontakt zu ihrer Umgebung auf und stellen so den ersten Dialog ganz ohne Worte her. Nun kann der Schnuller immer wieder auf die Seite gelegt werden. Ab spätestens 6 Monaten braucht ein Kind den Schuller nicht mehr so oft. Später, mit 18 Monaten, sollte ein Kind grösstenteils vom Schnuller abgewöhnt sein. Die Entwöhnung ist viel einfacher, wenn der Schnuller ab diesem Zeitpunkt nicht mehr immer sichtbar ist. Ein guter Lagerort ist das Kinderbett oder die Hand­tasche der Mutter.

Kaum vorzustellen, dass beim Sprechen über 40 Muskeln beansprucht werden. Dies erklärt aber, dass der Sprechvorgang anfällig auf Störungen sein kann. Ein ständiger Fremdkörper im Mund kann zu einer falschen Programmierung der Muskelabläufe führen, so kann es etwa passieren, dass die Bewegungsfähigkeit des zentralen Sprechorgans (Zunge) deutlich eingeschränkt ist. Als Konsequenz kommt es häufig zu einer Störung, die die Artikulation erschwert. Damit sich die Mundmuskulatur und somit auch die Sprachentwicklung normal entwickeln können, sollte sich die Zunge bei Nichtgebrauch in einer korrekten Ruhelage befinden, was nur bei völligem Mundschluss möglich ist. Ebenso kann es bei Kindern mit häufigem Schnullergebrauch zu einer Saugverwirrung oder zur Mundatmung kommen, was weitere Komplikationen nach sich ziehen kann, zum Beispiel Mittelohrentzündungen oder Zahnfehlstellungen. Relativ guten Schutz vor solchen Störungen stellten die Forscher hingegen bei den Kindern fest, die in den ersten neun Lebensmonaten gestillt und erst dann an die Babyflasche gewöhnt wurden. Grundsätzlich sollten Schnuller und Schoppenflaschen nur gezielt eingesetzt werden, ­deren Gebrauch sollte immer ­wieder hinterfragt werden, damit sich das Kind optimal entwickeln kann.

Mütter- und Väterberatung Werdenberg

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