Der lange Weg zu Tempo 30

Verkehrsplaner Dominik Bieli vom Ingenieurbüro Bieli in St. Gallen informierte über Voraussetzungen und den Weg zu Tempo-30-Zonen, also von «Strassen, auf denen besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gefahren werden muss», so eine Definition.

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Verkehrsplaner Dominik Bieli vom Ingenieurbüro Bieli in St. Gallen informierte über Voraussetzungen und den Weg zu Tempo-30-Zonen, also von «Strassen, auf denen besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gefahren werden muss», so eine Definition.

«Solche Zonen vermindern den Durchgangsverkehr, reduzieren die Geschwindigkeit, führen zu weniger und weniger schweren Unfällen, zu sicheren Schulwegen und bieten Raum zum Spielen und für gesellschaftliche Aktivitäten», sagte Bieli. In der Tempo-30-Zone hat der Fahrzeuglenker Vortritt. Der Fussgänger quert, wo er sich am sichersten fühlt, Fussgängerstreifen werden in der Regel aufgehoben, der Rechtsvortritt wird eingeführt.

Die Errichtung einer solche 30er-Zone erfordere einen «längeren Weg», wie Bieli sagte. Ersten Planungen folgt ein Gutachten, das die Polizei vorprüft. Es braucht einen Gemeinderatsbeschluss und ein Strassenplanverfahren, bevor die Kantonspolizei Massnahmen verfügt, um die Zone erkennbar zu machen. Sind diese umgesetzt, gibt es Geschwindigkeitsnachmessungen und allenfalls Anpassungen der Massnahmen.

Die Massnahmen reichen von der 30er-Markierung auf der Strasse über Torelemente, Verengungen, Baumelemente, Vertikal- und Horizontalversätze bis zu versetzten Parkplätzen, Rechtsvortritt und aufgepflasterten Kreuzungen.

Wie Gemeindepräsident Rudolf Lippuner ergänzte, will die Gemeinde ein Gutachten für den Bereich Dorfstrasse-Büntli-Stütli erstellen lassen und die Kosten ins kommende Budget nehmen. (ht)