Der Landfrauenverein feierte das 70-Jahr-Jubiläum

WARTAU. Am 18. Juli 1943 beschlossen die Landfrauen von Wartau, die seit 1940 nur als Subkommission des Landwirtschaftlichen Vereins existierten, einen eigenständigen Verein zu gründen, konnten sich aber zunächst nicht auf einen Namen einigen. Dieser wurde dann per Abstimmung am 8.

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WARTAU. Am 18. Juli 1943 beschlossen die Landfrauen von Wartau, die seit 1940 nur als Subkommission des Landwirtschaftlichen Vereins existierten, einen eigenständigen Verein zu gründen, konnten sich aber zunächst nicht auf einen Namen einigen. Dieser wurde dann per Abstimmung am 8. Oktober gefunden, und so konnte im letzten Kriegsjahr 1944 die «Landfrauenvereinigung Wartau» gegründet werden. Den Jahresbeitrag von zwei Franken zahlten damals schon 86 Mitglieder ein. Der erste noch vorhandene Protokolleintrag datiert vom 10. März 1946, und bereits im Jahr 1947 trat der Verein dem Schweizerischen Landfrauenverband bei. Im gleichen Jahr fand die erste «vorsichtshalber» nur halbtägige Vereinsreise statt.

Immer wieder mussten Vorstandsmitglieder gefunden werden, die gewillt waren, sich zum Wohl des Vereines einzusetzen. Nicht immer war das einfach, und wie überall gab es auch verschiedene Hochs und Tiefs zu überwinden. Aber offensichtlich wurde den Stürmen immer wieder erfolgreich getrotzt, und so konnte der heutige fünfköpfige Vorstand unter der Leitung von Daniela Sulser aus Oberschan dieses Jahr alle Mitglieder zum 70. Geburtstag des Landfrauenvereins Wartau einladen.

Stimmungsvoller Anlass

Viele Landfrauen folgten der Einladung und durften im liebevoll geschmückten Wingertstübli in Oberschan einen wunderschönen Abend verbringen. Die Vorstandsfrauen Daniela Sulser, Karin Galbier, Heidy Egli, Lisa Hardegger und Margrith Gabathuler hatten wirklich keine Mühe gescheut, um allen Teilnehmerinnen einen unvergesslichen Abend zu bescheren!

Das Wingertstübli war schön warm und so einladend dekoriert, dass es allen Frauen grad sofort wohl war. Erwartungsvoll setzten sich alle an die Tische und waren auch sogleich in reger Unterhaltung vertieft. Zwei freundliche junge Damen servierten Getränke nach Wunsch, und der Chefkoch Jakob Müller selber bot den Wein an.

Nach einer herzlichen Begrüssung der Präsidentin wurde ein feiner Salat serviert, dem später ganz besonders leckere Winzernudeln folgten, wie immer von Jakob und Margrit Müller selbst gekocht. Auch ein süsser Dessert durfte natürlich nicht fehlen, dieser rundet ja ein solches Mahl erst richtig ab.

Dazwischen gab Daniela Sulser einen kurzen Überblick über die wechselvolle Vereinsgeschichte und verglich den Verein mit einem Weihnachtsstern.

Lang gewachsene Pflanze

Die Grundlage, also die Erde, wurde von den ersten Frauen schon um 1940 vorbereitet und dann im Gründungsjahr die Pflanze eingesetzt. Zu dieser Pflanze geschaut, sie gehegt und gepflegt haben bis heute neun Präsidentinnen und insgesamt 63 Vorstandsmitglieder.

Die Seitentriebe, die der jungen Pflanze dann nach und nach gewachsen sind, verglich Daniela mit den Kursen und Vorträgen, die in all diesen Jahren organisiert wurden. Davon gab es und gibt es unzählige – sie aufzuzählen, würde zu keinem Ende führen.

Ein Weihnachtsstern braucht neben dunklen vor allem auch viele sonnige Stunden. Diese sah die Präsidentin vor allem in den Vereinsreisen, die laut Reiseberichten für einzelne manchmal wie Ferien sein konnten. Diese sonnigen Stunden haben die farbigen Blätter hervorgebracht.

Die kleinen, eher unscheinbaren Blüten des Weihnachtssterns verglich Daniela dann noch mit den vielen Talenten, die bei so vielen Frauen zusammenkommen. Manche gut sichtbar, manche aber auch klein und unscheinbar, alle aber sehr wertvoll für die Gemeinschaft.

Eine grosse Prise Humor

Jede Frau im Verein sei ein solcher Stern, und sie wünschte sich, dass es noch viele Seitentriebe und Blüten gebe und dass in den kommenden Jahren noch viele Sterne dazukommen werden. Später unterhielten Karin Galbier und Margrith Gabathuler die ganze Gesellschaft mit einem Sketch ohne Worte, der aber die Lachmuskeln aller sehr strapazierte. So ging der Abend fröhlich und unterhaltsam zu Ende, für die einen etwas früher, für die andern etwas später. Beim Abschied durfte noch jede Landfrau einen Weihnachtsstern mitnehmen, um sich zu Hause daran zu erfreuen. (pd)