Der Kanton fördert Bibliotheken mit 350 000 Franken

ST. GALLEN/BUCHS. Seit 2014 ist das neue St. Galler Bibliotheksgesetz in Kraft, nun liegt dazu eine gültige Strategie vor und nimmt eine von der Regierung neu gewählte Bibliothekskommission die Arbeit auf. Ziel ist es, zum einen die Bibliotheken im Kanton St.

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ST. GALLEN/BUCHS. Seit 2014 ist das neue St. Galler Bibliotheksgesetz in Kraft, nun liegt dazu eine gültige Strategie vor und nimmt eine von der Regierung neu gewählte Bibliothekskommission die Arbeit auf. Ziel ist es, zum einen die Bibliotheken im Kanton St. Gallen als Lern-, Arbeits- und Begegnungsorte zu stärken und zum anderen das Netzwerk der Bibliotheken zu fördern, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Daniel Gut als Delegierter

Die Bibliotheksstrategie enthält Leitsätze, Leitlinien, Ziele sowie Massnahmen und Projektvorschläge. Die örtlichen Bibliotheken sollen dabei untereinander kooperieren und sich vernetzen. Geeignete Massnahmen und Projekte kann der Kanton künftig mit Beiträgen aus der kantonalen Bibliotheksförderung und durch Empfehlungen oder Dienstleistungen der Kantonsbibliothek unterstützen.

Die erstmals eingesetzte Bibliothekskommission widerspiegelt laut Mitteilung «den Charakter des Bibliothekswesens als Verbundaufgabe». Die Bibliotheken bleiben weiterhin Sache der Gemeinden und der Schulträger, doch soll ihr Angebot von der Kantonsbibliothek ergänzt und die Vernetzung verstärkt werden. Die Bibliothekskommission setzt sich deshalb aus Vertretungen von Kanton, politischen Gemeinden und Schulgemeinden sowie von Bibliotheksfachleuten zusammen: Präsidiert wird sie von Katrin Meier, Leiterin Amt für Kultur; Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs, ist von der Vereinigung St. Galler Gemeindepräsidenten (VSGP) delegiert, Markus Buschor, Stadtrat St. Gallen, vom Verband St. Galler Volksschulträger (SGV). Christoph Mattle, Leiter Amt für Mittelschulen, vertritt das Bildungsdepartement, Professor Rudolf Mumenthaler, HTW Chur, die Bibliothekswissenschaften. Sonia Abun-Nasr, Leiterin Kantonsbibliothek Vadiana, und Paula Looser, Leiterin der Bibliothek Ebnat-Kappel, vertreten mit beratender Stimme die Bibliothekspraxis. Geschäftsführer ist Thomas Wieland, stellvertretender Leiter Vadiana.

Im ersten Halbjahr 2015 wird die Kommission die Kriterien für die Beitragsvergabe konkretisieren, so dass Bibliotheksträger Gesuche einreichen können. Für die Bibliotheksförderung stehen dem Kanton neu jährlich 350 000 Franken zur Verfügung.

Breite Evaluation

Bei der Erarbeitung der Bibliotheksstrategie unter der Projektleitung von Kantonsbibliothekarin Sonia Abun-Nasr wirkten sowohl politische Vertretungen von Gemeinden und Kanton und kantonale Ämter als auch rund 30 Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie Vertretungen von deren Trägerschaften mit. Der darauf basierende Strategieentwurf war von August bis Oktober in der Vernehmlassung. Aufgrund der Ergebnisse der Vernehmlassung kam die Regierung zum Schluss, dass die Bibliotheksstrategie zielführend ist und die Interessen angemessen berücksichtigt. (mel)

Die Bibliotheksstrategie ist in gedruckter Form kostenlos erhältlich bei Thomas Wieland (058 229 23 44, thomas.wieland@sg.ch), oder als Download unter www.kb.sg.ch