Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Kampf gegen den Terror

Im Persischen Golf befindet sich das grösste Gasfeld der Welt. Ein Teil davon beansprucht Qatar. Al Thani, der Herrscher von Qatar, kommt 2009 mit dem Türken Erdogan überein, eine Gaspipeline zu bauen durch Saudi Arabien und Syrien bis in die Türkei.
Christof Ammann Bürgerheimstrasse 6, Grabs

Im Persischen Golf befindet sich das grösste Gasfeld der Welt. Ein Teil davon beansprucht Qatar. Al Thani, der Herrscher von Qatar, kommt 2009 mit dem Türken Erdogan überein, eine Gaspipeline zu bauen durch Saudi Arabien und Syrien bis in die Türkei. Von dort sollte das Gas auf den europäischen Markt gebracht werden. Die beiden bitten Assad um das Okay für die Pipeline durch Syrien. Assad sagt Nein. Al Thani und Erdogan beschliessen deshalb, Assad zu stürzen.

Auf der anderen Seite des besagten Gasfeldes hat Iran angezapft. Auch der Iran möchte Gas nach Europa verkaufen und bittet Assad um das Durchleitungsrecht für seine Pipeline. Assad sagt Ja und Iran möchte Assad an der Macht halten.

Qatar, Saudi Arabien, Kuwait und die Türkei wollen Assad stürzen. Das wollen die Nato-Staaten USA, Grossbritannien und Frankreich auch. Eine Allianz aus Nato-Ländern, sunnitischen Golf-Monarchien und dem sunnitischen Erdogan steht also gegen Assad. Der schiitische Iran und die schiitische Hisbollah hingegen halten zum alawitischen Assad. Auch Russland will Assad an der Macht halten, weil es zwei Militärstützpunkte in Syrien hat. Zudem sind die Russen nicht für katarisches Erdgas auf dem europäischen Markt, wo doch ihre Gazprom bereits in Europa ist.

Aus unserem Blickwinkel ist der Syrien-Konflikt relativ gut lesbar. Es wird nur alles medial so verkompliziert, bis es keinen Sinn mehr ergibt. Andauernd wird Verwirrung verbreitet. Vom wirklichen Motiv, von der Geostrategie der Nato-Länder, die dieses sinnlose Gemetzel zu verantworten haben, spricht keine Sau. Wir hören nur vom IS und vom bösen Mann, der weg muss, weil er sein Volk schlachtet. Aber das stimmt so einfach nicht! Nach der Liquidierung von Ghadhafi wurden Nato-Waffen von Libyen nach Incirlik, zur Flugwaffenbasis in der Türkei geflogen, um die Terrormilizen Freie Syrische Armee, Al-Nusra-Front, syrische Al Qaida (IS) usw. zu bewaffnen. Die Saudis und Türken schleusten radikale Jihadisten nach Syrien ein mit dem Auftrag, die syrische Gesellschaft zu destabilisieren. Mit himmelschreiendem Erfolg! Zusammen mit diesen Barbaren agiert die Nato. Konsequent reden sie von einer Kooperation mit Rebellen, aber es sind Söldner und jihadistische Formationen ohne syrische Wurzeln, die für das Schlimmste, nur nicht für ein stabiles Danach garantieren. Mit Terroristen gegen den Terror zu kämpfen, ist ein ganz schlechter Witz. Entsprechend gewaltig läuft es aus dem Ruder. Was soll's? Geht der Schuss nach hinten los, verlässt die Nato das von ihr angerichtete Chaos und überlässt das zerstörte Land seinem Schicksal. J'm'en fous!

Fazit: In Wirklichkeit bekämpft die Nato in Syrien den Terror überhaupt nicht, sondern sie führt Krieg gegen Russland und verfolgt wie andernorts ohne Rücksicht auf Verluste ausschliesslich ihre geopolitischen Interessen. Darüber liegt der Mantel des Schweigens und wir sind dazu verurteilt, die Verbrechen an Menschen und Völkern einfach als gehobene internationale Politik zu fressen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.