Der Gonzen Kulturpreis wurde gleich dreifach vergeben

SARGANS. Zwei angekündigte Preisträger und eine Überraschung brachte die Verleihung des 5. Gonzen Kulturpreises vom Samstag. Die Hobbyköche, die Knabengesellschaft und Hans Hidber wurden ausgezeichnet.

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SARGANS. Zwei angekündigte Preisträger und eine Überraschung brachte die Verleihung des 5. Gonzen Kulturpreises vom Samstag. Die Hobbyköche, die Knabengesellschaft und Hans Hidber wurden ausgezeichnet.

Zum fünften Mal vergab die Gemeinde Sargans den Gonzen Kulturpreis. Die würdige Preisverleihung im Kino Castels zog viele Gäste in den Kinosaal. Angekündigt wurden mit den Hobbyköchen und der Knabengesellschaft zwei Preisträger.

Mit List ins Kino gelockt

Als Jurypräsident und Gemeinderat Roland Wermelinger nach der Verleihung der beiden Preise den Apéro noch nicht eröffnete, wunderte sich das Publikum. Mit einer List war Hans Hidber ins Kino gelockt werden. Er wähnte sich als Berichterstatter dort, nach einigen Worten von Roland Wermelinger und den gezeigten Bildern wusste er, dass ein dritter Kulturpreis verliehen wurde – und zwar an ihn.

In einem geschichtsträchtigen Haus im Städtli aufgewachsen, arbeitete er auf der Gemeindeverwaltung, übte verschiedene andere Berufe aus und kehrte nach Sargans zurück. Als Dorfchronist kann er seinem Interesse für die Geschichte nachgehen. Als Berichterstatter für den «Sarganserländer» und den W&O sei er für seine versteckte spitze Feder bekannt, so Roland Wermelinger in seiner Laudatio. Hans Hidber sei immer für einen «träfen Spruch» gut. Sein Wirken als Berichterstatter und Chronist wurde nun mit dem Sarganser Kulturpreis ausgezeichnet. Der überraschte Hans Hidber sagte in seinen spontanen Dankesworten: «Ich mache nur meinen Job.»

Kochen für die Öffentlichkeit

Vor 41 Jahren wurden die Sarganser Hobbyköche gegründet. In seiner witzigen Ansprache berichtete Urs Becker davon, dass die Hobbyköche nicht nur im stillen Kämmerlein vor sich hin kochen würden. Sie sind an zahlreichen Anlässen mit dabei: Städtlifest, Jazzfestival, Suppentage oder kochten für Tschernobyl-Kinder sowie an der Heilpädagogischen Schule. Laudator Urs Becker sprach von einem riesen Leistungsausweis der Hobbyköche im gesellschaftlichen Bereich. Dazu komme, dass sie die alte Militärküche vor dem Abbruch gerettet haben.

Jahrhunderte alt

Als ehemaliges Mitglied wusste Thomas Good einiges aus dem inneren Kreis der Knabengesellschaft Sargans KGS zu berichten. In seiner Laudatio ging er auf die Geschichte der KGS ein. Die Statuten datieren von 1833, die KGS existierte aber schon vor der Französischen Revolution. Die KGS ist für das Höhenfeuer auf dem Gonzen am 1. August zuständig, führt einmal pro Jahr einen Holzertag für das Altersheim durch, und die Mitglieder sind in der Silvesternacht als Neujahrssänger unterwegs. Das Neujahrslied gibt es schon über 100 Jahre, das «Lousend was win miär eui sääge…» rührt viele Herzen zu Beginn jedes neuen Jahres.

Abgerundet wurde die 5. Gonzen-Kulturpreis-Verleihung mit dem Apéro, welchen das Kinoteam gewohnt schmackhaft zubereitete. (pd)