Der Gonzen hat nichts von seiner Faszination verloren

SARGANS. Den «Tag des offenen Tors» im Bergwerk Gonzen liessen sich am vergangenen Wochenende viele Familien nicht entgehen. Der Besuch des Kulturgutes und einzigartigen Museums konnte mit der Kühle des Berges in idealer Weise verbunden werden.

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SARGANS. Den «Tag des offenen Tors» im Bergwerk Gonzen liessen sich am vergangenen Wochenende viele Familien nicht entgehen. Der Besuch des Kulturgutes und einzigartigen Museums konnte mit der Kühle des Berges in idealer Weise verbunden werden.

Vielseitiges Angebot

Über 600 Besucher liessen die Hitze des letzten Ferienwochenendes hinter sich und folgten dem Aufruf der Stollenführer des Vereins Pro Gonzenbergwerk. Im Takt fuhr der Gonzen-Express nach dem informativen Kurzfilm die mit einem Helm ausgerüsteten Gäste durch den Basisstollen zum zwei Kilometer entfernten Hauptbahnhof. Die Augen der Kinder und Erwachsenen leuchteten im kargen Licht einer Stollenlampe. Auf dem angebotenen Rundgang wurde in anschaulicher Weise die Infrastruktur des Bergbauzentrums der Jahre 1951 bis 1966 erklärt. Nebenbei konnte die Fitness über eine «Fahrung» mit vielen Treppenstufen getestet werden. Als Belohnung winkte an der Stollenbar eine Stärkung. Zurückgekehrt ans Tageslicht, empfahl sich die Knappenvereinigung mit einer Festwirtschaft auf der Terrasse.

Gesamthaft wurden im Gonzen 2,7 Mio. Tonnen Erze abgebaut; 5,5 Mio. Tonnen betragen nach vorsichtigen Schätzungen die noch vorhandenen Reserven. Der aktive Abbau wurde im Jahr 1966 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Führungen dank Verein

Seit der Gründung des Vereins Pro Gonzenbergwerk 1983 kann ein Teil der Anlagen besichtigt werden. 2005 wurden für den Führungsbetrieb neue Kavernenanlagen in Betrieb genommen; nach zehn erfolgreichen Betriebsjahren ist mit dem Projekt Gonzen 2015 eine Attraktivitätssteigerung und Weiterentwicklung eingeleitet worden. (pd)