Der Cantichor führt das Oratorium für den Frieden auf

FLUMS. Frieden ist besser als Krieg, so steht es im Schlusstext einer Vertonung von Karl Jenkins, einem Komponisten aus Wales, von dem im Mai im Versuchsstollen Hagerbach (VSH) sein grosses Oratorium für den Frieden aufgeführt wird.

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Es gibt viel zu üben vor der grossen Aufführung. (Bild: pd)

Es gibt viel zu üben vor der grossen Aufführung. (Bild: pd)

FLUMS. Frieden ist besser als Krieg, so steht es im Schlusstext einer Vertonung von Karl Jenkins, einem Komponisten aus Wales, von dem im Mai im Versuchsstollen Hagerbach (VSH) sein grosses Oratorium für den Frieden aufgeführt wird. Unter der Leitung von Harri Bläsi wird der Cantichor Sargans (70 Leute) mit dem Ehemaligenchor der KSS (45 Leute) und dem mit ehemaligen und einigen professionellen Musikern erweiterten Kantiorchester (40 Leute) Karl Jenkins «The Armed Man» zur Aufführung bringen. Diese Komposition verbindet Militärmusik, traditionelle Kirchenmusik, Pop und Jazz. Das Konzert ist ein «Ruf nach Frieden», eine Botschaft an alle Menschen, ungeachtet ihres Glaubens und ihrer Konfession. In der Kaverne kommt der unheimliche Charakter des Krieges auch räumlich zum Ausdruck.

Der Komponist

Karl Jenkins erhielt eine klassische Musikausbildung an der Universität von Cardiff und an der Royal Academy of Music in London. In der Musikwelt machte er sich einen Namen als Keyboarder, Oboist, Saxophonist und Komponist. Sein musikalischer Ausgangspunkt war der Jazz. Der Einstieg in das professionelle Musik-Business gelang ihm 1970 mit Nucleus, der Band des Trompeters Ian Carr. Stilistisch orientierte sich die Band an Miles Davis. 1972 wechselte er zu Soft Machine. Auch hier stieg er neben Bandchef Mike Ratledge zum wichtigsten Komponisten auf und ersetzte ihn nach dessen Bandausstieg im Jahr 1976 an den Keyboards.

Geistliche Chorwerke

Jenkins liess sich von den Minimal-Music-Experimenten der Band und beeinflusst von Terry Riley und Steve Reich zu eigenen Stücken inspirieren. In den Achtzigerjahren verfasste er Werbemusik. Später gelangen ihm mit dem Ensemble Adiemus grosse Erfolge. Mit der Jahrtausendwende begann für Jenkins eine neue Schaffensphase. Er schrieb mehrere grosse geistliche Chorwerke mit Orchesterbegleitung. Den Anfang bildete die Friedensmesse «The Armed Man». Es folgte die Vertonung einer Totenmesse (Requiem) und eine Passionsmusik (Stabat mater). 2005 schrieb er die Filmmusik zu «River Queen». 2007 war er massgeblich an Mike Oldfields neuem Album «Music Of The Spheres» beteiligt. (pd)

Konzertdaten: 1./2./9. Mai jeweils um 19.30 Uhr, 10. Mai 17 Uhr; Vorverkauf: www.ticketino.com; Telefon 0900 441 441; St. Galler Kantonalbank Sargans und Poststellen mit Ticketverkauf