Der Biber in der Schweiz

Der Biber, mit bis zu 30 Kilogramm das grösste Nagetier Europas, war in der Schweiz früher eine sehr häufige und weit verbreitete Tierart. Anfang des 19. Jahrhunderts verschwand er durch die intensive Bejagung.

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Der Biber, mit bis zu 30 Kilogramm das grösste Nagetier Europas, war in der Schweiz früher eine sehr häufige und weit verbreitete Tierart. Anfang des 19. Jahrhunderts verschwand er durch die intensive Bejagung. Sein Pelz, sein Fleisch und das Bibergeil (ein Sekret, das als medizinisches Wundermittel galt und als Parfum verwendet wurde) waren sehr begehrt. Im Mittelalter galt das Biberfleisch gar eine Zeit lang als «Fisch» und durfte an Fastentagen gegessen werden.

Zwischen 1957 und 1977 liess man in der Schweiz 140 Biber frei, um ihn hier wieder anzusiedeln. Nach Anfangsschwierigkeiten hat es der Biber inzwischen geschafft, hier wieder «sesshaft» zu werden. Mittlerweile sind es schweizweit rund 2000 Tiere. Die grössten Vorkommen gibt es in der Westschweiz, im Mittelland und in der Nordostschweiz entlang von Gewässern. Der Biber ist ein Vegetarier und ernährt sich im Sommer hauptsächlich von krautigen und verholzten Pflanzen, die am Ufer und im Wasser verfügbar sind. Im Winter frisst er vor allem Rinde und Knospen von Bäumen und Sträuchern. (ch)

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