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Der Bauchef baggert erstes Loch

Im Beisein von Vertretungen des Bau- und Gesundheitsdepartements und der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland starteten gestern Montag die Bauarbeiten für das neue Spital in Grabs.
Hanspeter Thurnherr
Bauchef Willi Haag entfernt das erste Wiesenstück, beobachtet von Gesundheitschefin Heidi Hanselmann. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Bauchef Willi Haag entfernt das erste Wiesenstück, beobachtet von Gesundheitschefin Heidi Hanselmann. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GRABS. Bauchef Willi Haag liess es sich nicht nehmen, das erste Stück Rasen wegzubaggern. Gesundheitschefin Heidi Hanselmann und Stefan Lichtensteiger, CEO des Spitalverbundes Rheintal Werdenberg Sarganserland, machten es ihm dann ebenso gerne nach. «Es hat viel Zeit und Einsatz aller Beteiligten gebraucht, dass wir heute hier stehen können», sagte Haag in seiner Ansprache. Dann fasste er die «spannende Vorgeschichte» des Spitalneubaus zusammen.

Vorgeschichte in fünf Etappen

Von 1907 bis etwa zur Jahrtausendwende sei das Spital mehrmals angepasst worden und präsentiere sich heute verwinkelt und nicht mehr zeitgemäss. 1998 bis 2004 sei die Zeit der grossen Diskussionen über die Spitalinfrastruktur gewesen. Stichworte: Spitalschliessungsversuche, Baumoratorium und Spitalverbunde. Von 2005 bis 2012 wurde an allen Spitalstandorten die Infrastruktur geplant und zu Bauprojekten entwickelt. 2013/14 mussten die Bauprojekte Regierung, Kantonsrat und Bevölkerung «verkauft» werden. Haag erinnerte an die «massiven parteipolitischen Störfeuer», bei welchen das Spital Grabs ins Schussfeld geriet.

2015/16 war die Etappe der Detailplanungen und Submissionsverfahren. «Und jetzt ist alles bereit für den tatsächlichen Start. Auf diesen Tag habe ich mich speziell gefreut. Es ist nämlich für mich nach 16 Jahren als Bauchef der letzte Spatenstich», sagte Haag. Mit Legoklötzen demonstrierten er und Projektmanager Ralph Hagen, wie komplex der Bauablauf wird.

Föhn als «gutes Omen»

Heidi Hanselmann nahm den herrschenden Föhn als gutes Omen. «Ich verstehe ihn als Rückenwind für das Projekt.» Hier in der Gartenanlage des Spitals entstehe praktisch auf der grünen Wiese ein neues Spital. Nachher seien sämtliche Abteilungen im Neubau zusammengefasst.

Der Prozess bis zum Tag des Spatenstichs sei aber nervenaufreibend gewesen. Sie erinnerte aber auch an die «grossartige Zustimmung der Bevölkerung zum Neubau – mit 94 Prozent im Wahlkreis Werdenberg und 96 Prozent in Grabs. «Heute ist nach der Abstimmung wieder ein historischer Tag, ein Freudentag», sagte Hanselmann.

Auch er habe viele, viele Jahre auf diesen Tag gewartet, gestand Stefan Lichtensteiger. «Nun ist er endlich da.» Es sei eine Freude für die gesamte Spitalregion und ihre Bevölkerung. Künftig werden die Zimmer auf dem «Stand der Technik und der Erwartungen» sein. Und auch das Personal habe mehr Platz, der eine optimale Prozessgestaltung und Patientensicherheit ermögliche. Wenn alles gut gehe, werden in zwei Jahren der erste fertiggestellte Bauteil, der Bettentrakt, in Betrieb gehen und Ende 2022 das komplett fertiggestellte Spital eröffnet.

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