Der Bartgeier Noel-Leya zieht nun wieder im Sarganserland seine Kreise

SARGANSERLAND. Der Bartgeier Noel-Leya wurde am 29. Mai 2014 auf der Malanser Alp umgeladen und im Calfeisental freigelassen. Im November wurde er geschwächt eingefangen und nun fliegt der junge Geier wieder im Sarganserland.

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Das Interesse an der Aussetzung des Bartgeiers im letzten Jahr war in der Bevölkerung gross. (Bild: Keystone)

Das Interesse an der Aussetzung des Bartgeiers im letzten Jahr war in der Bevölkerung gross. (Bild: Keystone)

SARGANSERLAND. Der Bartgeier Noel-Leya wurde am 29. Mai 2014 auf der Malanser Alp umgeladen und im Calfeisental freigelassen. Im November wurde er geschwächt eingefangen und nun fliegt der junge Geier wieder im Sarganserland. Nachdem der geschwächte Jungvogel im Natur-und Tierpark Goldau wieder zu Kräften gekommen war, wurde er im April ein zweites Mal freigelassen. Damit finden die Auswilderungen der Bartgeier im Kanton St. Gallen einen erfolgreichen Abschluss. Im Calfeisental werden seit 2010 junge Bartgeier ausgewildert. Die Stiftung Pro Bartgeier hat gemeinsam mit dem Kanton St. Gallen insgesamt zwölf Bartgeier im Sarganserland angesiedelt.

Zu wenig Futter gefunden

Die ersten Monate in Freiheit setzten Noel-Leya zu, wie die Stiftung Pro Bartgeier am Dienstag mitteilte. Der Junggeier hatte Mühe, ausreichend Futter zu finden. Der mit einem Satellitensender ausgestattete Vogel konnte im November 2014 geortet werden; in der Nähe von Sedrun wurde das geschwächte Tier wieder eingefangen.

Im Natur- und Tierpark Goldau hat sich Noel-Leya gut erholt. Seit April ist er wieder zurück im Calfeisental. Die Stiftung Pro Bartgeier zieht eine erfreuliche Bilanz: Alle im Sarganserland ausgewilderten Bartgeier haben überlebt.

Erstes Bartgeierpaar gesichtet

Die Stiftung ist zuversichtlich, dass die Bartgeier in wenigen Jahren wieder im Sarganserland brüten. Es gebe Hinweise, dass sich ein erstes Bartgeierpaar im eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner etabliere. (sda)

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