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Den Zweitwohnungsbesitzern wurde Wertschätzung gezeigt

ALT ST. JOHANN. Die vollen Parkplätze und die hell beleuchtete katholische Kirche wiesen am Freitagabend darauf hin, dass dort ein grösserer Anlass stattfindet. Es war die vierte Bürgerversammlung für Besitzer von Zweitwohnungen, organisiert durch die Gemeinde.
Adi Lippuner

ALT ST. JOHANN. Die vollen Parkplätze und die hell beleuchtete katholische Kirche wiesen am Freitagabend darauf hin, dass dort ein grösserer Anlass stattfindet. Es war die vierte Bürgerversammlung für Besitzer von Zweitwohnungen, organisiert durch die Gemeinde. Weil Ferienwohnungs- und -häuserbesitzer in der Gemeinde kein politisches Mitspracherecht haben, ist es Gemeindepräsident Rolf Züllig ein Anliegen, auf diesem Weg Wertschätzung zu zeigen.

Ein Blick auf die Gemeindefinanzen zeigt, die 1523 ständigen Einwohner bezahlen rund 3,315 Millionen Franken Steuern, von den 1719 Sekundär-Steuerpflichtigen fliessen 770 000 Franken in die Gemeindekasse, und die juristischen Personen tragen 250 000 Franken zum Steuereinkommen bei. Zu den Kurtaxen, auch als «Kostenanlastungssteuer» bekannt, waren folgende Zahlen zu hören: Der jährliche Ertrag für die Gemeinde liegt bei 285 000 Franken, es werden aber pro Jahr zwischen 800 000 und einer Million Franken für die Gäste ausgegeben. «Investitionen, die wir gerne tätigen, denn rund zwei Drittel der Wertschöpfung in der Region wird durch den Tourismus generiert», so Rolf Züllig.

Ein Blick auf die Bewilligungen neuer Wohneinheiten zeigt, seit der Annahme der Zweitwohnungs-Initiative, ein ernüchterndes Bild.

Es gäbe Nachholbedarf

Im Jahr 2011 wurden 28 neue Wohneinheiten, 2012 deren 13, 2013 21, wovon 17 auf die Alterswohnungen in der «Traube» Unterwasser entfallen, also Erstwohnsitze sind, bewilligt. Im laufenden Jahr sind es null, ein Grund für die Sorge ums Bauhauptgewerbe, wie der Gemeindepräsident betont. Eine Erhebung zeigt, dass die Mehrheit der Interessenten, nämlich 98 Prozent, ihre Ferienwohnung übers Internet suchen. Bezüglich der Betreuung der Parahotellerie gebe es in der Region Nachholbedarf. «Ab 1. Dezember wird ein neuer Mitarbeiter bei Toggenburg Tourismus diese Aufgabe übernehmen. Denn bei der Vermietung von Ferienwohnungen geht es nicht nur um die Übergabe des Schlüssels», so Züllig.

Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Abfallwiegesystems in Wildhaus, also der Plazierung von Moloks, betonte Rolf Züllig: «Sorgt als Vermieter dafür, dass eure Gäste den Abfall korrekt entsorgen können. Dazu gehört auch, dass ein Kehrichtsack und die dazugehörende Marke, später dann die Prepaid-Karte, vorhanden sind.»

Angeregte Diskussion

Zu hören war der Wunsch, dass die Strassen in der Gemeinde regelmässiger von Kuhfladen befreit werden sollten, dass nicht alle Wanderwege den Vorstellungen entsprechen und die Preisentwicklung bei den Bergbahnen als zu hoch eingestuft wird. Züllig dazu: «Die Bergbahnen sind privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen, wir haben von Seiten der Gemeinde keinen Einfluss.» Und was die Kuhfladen betrifft: «Wir haben nicht die Möglichkeit, die Reinigung aufzubieten.»

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