Den Salezer Schlosswald besichtigt

Die Begehung des einzigartigen Schlosswaldes in Salez war Ziel einer Exkursion der St. Galler Umweltfreisinnigen (UFS). Wertvolle Informationen vermittelte Ex-Sekundarlehrer Ernst Gabathuler.

Merken
Drucken
Teilen
Mit dabei waren die Nationalratskandidaten Kathrin Gabathuler, Pius Good und Elisabeth Zwicky Mosimann (von links). (Bild: pd)

Mit dabei waren die Nationalratskandidaten Kathrin Gabathuler, Pius Good und Elisabeth Zwicky Mosimann (von links). (Bild: pd)

SALEZ. Co-Präsidentin Iris Schlegel-Studer konnte eine grosse Gruppe Interessierter begrüssen. Mit dabei waren drei UFS-Nationalratskandidaten: Studentin Kathrin Gabathuler, Salez, Gemeinderat und Unternehmer Pius Good, Mels, und die Juristin und Mitglied des St. Galler Stadtparlamentes, Elisabeth Zwicky Mosimann.

Von nationaler Bedeutung

Der Salezer Schlosswald entstand vor rund 10 000 Jahren infolge eines gewaltigen Bergsturzes. Es handelt sich um den grössten Wald in der Rheinebene, eingebettet in einem Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Das Trümmerfeld macht das Begehen des Waldes auch heute noch zu einem spannenden, romantischen, geradezu mystischen Erlebnis.

Die Buche ist der tragende Baum des Waldes. Er sorgt für eine intensive Strauchflora. In den Bodensenken, die sich periodisch mit Wasser füllen, suhlen sich mit Vorliebe die Hirsche. Bei der Galgenmaad, so Ernst Gabathuler, konnte nie nachgewiesen werden, dass hier tatsächlich ein Galgen stand, und ebenso fraglich ist es, ob der «Bettlerstein» der Begegnungsort von Bettlern war. Grossartig in die Landschaft passt die Burgruine Forstegg mit dem nebenstehenden neu renovierten Schlossgebäude. Ernst Gabathuler verstand es, die frühere komplizierte politische Lage und die verschiedenen Adelsgeschlechter, die im Werdenberg herrschten, verständlich darzulegen.

Ein neuer Wingert

Mit grossem freiwilligen Einsatz wurde am Rande des Schlosswaldes ein neuer Wingert angelegt, der an einem Südhang liegt, der schon früher diese Funktion hatte. Der erste Wein soll erstmals 2017 getrunken werden können. Während des Rundganges stellten die drei UFS-Nationalratskandidaten ihr politisches Credo vor. Für Pius Good ist es sein bäuerliches Milieu, das ihn für Umweltfragen sensibilisierte. Für Kathrin Gabathuler ist das Thema Nachhaltigkeit von grosser Bedeutung für die Zukunft und Elisabeth Zwicky Mosimann engagiert sich unter anderem als Präsidentin des FDP-Ausschusses für Umwelt und Energie. Der Anlass, schloss mit einem Mittagslunch bei der Co-Präsidentin. (pd)