Den Freitagsmarkt aufgefrischt

Der Buchser Freitagsmarkt erlebte in den letzten Monaten eine Wandlung: Das Marktcafé und spezielle Anlässe machen ihn zum besonderen Treffpunkt. Dazu kommt ein neuer, frischer Auftritt in der Öffentlichkeit.

Hanspeter Thurnherr
Merken
Drucken
Teilen
Gesund gesellig einkaufen: Der Buchser Freitagsmarkt will gemäss diesem Motto die Kundschaft von seinem Angebot überzeugen. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Gesund gesellig einkaufen: Der Buchser Freitagsmarkt will gemäss diesem Motto die Kundschaft von seinem Angebot überzeugen. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

BUCHS. Der Freitagsmarkt auf dem Alvierparkplatz – vom ersten Freitag nach Ostern bis zum Freitag der ersten Dezemberwoche jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr – hat in letzter Zeit eine Wandlung durchgemacht. 1996 als Buchser Wochenmarkt entstanden, sind inzwischen einige der Marktfahrenden ins Pensionsalter gekommen. «Wir hatten zwischenzeitlich Mühe, Marktfahrer zu finden. Dazu kam die Bauphase an der Bahnhofstrasse. Da wurde uns klar: Wir müssen uns etwas einfallen lassen», sagt Cristina Schlegel, Präsidentin der Interessengemeinschaft Freitagsmarkt.

Gemeinsam zum Erfolg

2014 begann die Umsetzung der neuen Ideen. Logo, Flyer, Homepage (www.buchser-freitagsmarkt.ch) und Facebook wurden neu gestaltet und mehr Werbung in der Öffentlichkeit angestrebt. «Die Marktfahrer sollen nicht nur als Einzelne auftreten, sondern gemeinsam unter dem Motto <Buchser Freitagsmarkt: gesund gesellig einkaufen>», beschreibt Cristina Schlegel das Ziel. Der Freitagsmarkt soll zum Treffpunkt in Buchs werden.

Mitten in den Markt integriert ist deshalb ein Marktcafé. Kleine Anlässe wie gemeinsam angebotene Degustationen, Muttertagszmorge, das Kürbisfestival sorgen dafür, dass der Markt jedesmal ein wenig anders ist. «Man redet wieder über uns, vergisst uns nicht», stellt Cristina Schlegel fest. Dies spiegle sich auch in mehr Kunden und Marktfahrern. So sind es zum Beispiel inzwischen zwei Bäcker. «Dies erträgt es zugunsten der Marktattraktivität auch», ist sie überzeugt. Doch einfach sei es nicht, Marktfahrende zu finden. So sei es bisher nicht gelungen, jemanden zu finden, der Blumen anbietet.

Bewährter Standort Alvierplatz

Trotzdem kann sich das Angebot sehen lassen: von frischem Gemüse und Früchten, Backwaren, Fisch, Wurstwaren oder Käse über Teigwaren, italienische Spezialitäten und Eingemachtes bis zu Geschenkartikeln wie Kosmetik, Schmuck oder Wollsachen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Der Freitagsmarkt kann auf eine grosse Stammkundschaft aus der Region Werdenberg und aus Liechtenstein zählen. «Die Kunden sind zwar teilweise älter geworden. Aber es kommen auch viele junge Familien und Zugezogene», stellt die Präsidentin fest und ergänzt: «Sie suchen frische Produkte und den Kontakt zum Produzenten. Sie schätzen die Informationen zu den Produkten und deren Herkunft.»

Obwohl zwischendurch die Idee entstand, den Markt an die Bahnhofstrasse zu verlegen, blieb es beim Standort Alvier. «Er ist einfach zu finden und die Zufahrt ist für Marktfahrer und Kunden ideal», sagt Cristina Schlegel, die der Stadt Buchs und dem Werkhofpersonal, welches die Stände auf- und abbaut, ein Kränzchen windet.

Beitrag zur Marktstadt Buchs

Für sie ist klar, dass Buchs eine Marktstadt ist: «Wir haben eine Vielfalt an Märkten: Martini-, Floh-, Frühlings- oder Chlausmarkt, um nur einige zu nennen. Und dann nicht mehr wegzudenken ist der Freitagsmarkt.» Doch Buchs könne nur eine Marktstadt sein, wenn die Bevölkerung als Kundschaft dies auch zeige.

Reich werde man als Marktfahrer nicht. Und nicht immer sei das Wetter an den Markttagen so schön wie dieses Jahr. Nicht zu unterschätzen sei der Aufwand. Cristina Schlegel: «Die meisten Marktfahrer kommen aus Familienbetrieben mit wenig Personal. Diese sind vom Umsatz her aufs Wochenende ausgerichtet. Da ist es nicht einfach, jeden Freitag noch Zeit für den Markt zu finden.» Trotzdem kann der Markt regelmässig mit 12 bis 14 Ständen aufwarten.