Dem Deponie-Notstand vorbeugen

Mit Fuchsbühel Buchs und Neufeld Rüthi stehen zwei Deponiestandorte für unverschmutzten Aushub in der Region in der Planungsphase. Damit will der Kanton einen mittelfristigen Notstand verhindern.

Hanspeter Thurnherr
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REGION. «Seit 2010 ist der Kanton zuständig für die Deponieplanung, da sich damals in den einzelnen Planungsregionen ein Notstand abzeichnete», sagte bei der gestrigen Medienkonferenz Regierungsrat Willi Haag. «Die Regionen wollten nicht vorwärts machen, wer will schon eine Deponie», verdeutlichte der Vorsteher des Baudepartementes.

Um genügend Ablagerungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können, wurden seither über 200 mögliche Standorte für Nachfolgedeponien für unverschmutzten Aushub geprüft. Bis heute konnten sechs neue oder erweiterte Deponien in Betrieb genommen werden. Im St. Galler Rheintal und im Obertoggenburg sind es Schollberg in Wartau, Unterkobel in Oberriet und Starkenbach in Wildhaus-Alt St. Johann. Acht weitere Standorte wurden geprüft und zum Teil in den Gemeinden aufgelegt. Dazu gehören Felbenmaadbüchel in Oberriet und Feld in Rüthi. Elf Standorte befinden sich in der Planungsphase und sind zum Teil bereits im Richtplan eingetragen, darunter Fuchsbühel in Buchs und Neufeld in Rüthi.

In den letzten Jahren mussten die Deponien jährlich fast die Hälfte der rund 1,3 Millionen Kubikmeter Aushubmaterial aufnehmen. Der Rest wurde in rund 20 Materialabbaustellen abgelagert. Wie Willi Haag sagte, habe sich die Aushubmenge seit 1996 verzehnfacht. Ein deutlicher Rückgang sei in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Weil die Kapazitäten der vorhandenen Deponien stetig sinken, sei der Bedarf für neue Deponien gegeben. • DIE DRITTE

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