Das Wichtigste für beide Seiten ist die Beseelung des Heims

BUCHS. Wer jung und fit ist, schiebt den Gedanken an das Älterwerden gerne beiseite. Doch früher oder später kommt der Zeitpunkt, sich mit dieser einschneidenden Thematik auseinanderzusetzen.

Doris Büchel
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BUCHS. Wer jung und fit ist, schiebt den Gedanken an das Älterwerden gerne beiseite. Doch früher oder später kommt der Zeitpunkt, sich mit dieser einschneidenden Thematik auseinanderzusetzen.

Söhne und Töchter fragen sich: «Was geschieht mit unseren Eltern im Alter? Wer pflegt sie? Was haben wir für Optionen?» Die Politik fragt sich: «Wie können wir die betagten Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt und altersgerecht wohnen lassen?»

Die Heimleitung fragt sich: «Wie schaffen wir den Spagat zwischen den Bedürfnissen der Betagten mit ihren ganz individuellen Biographien, den Angehörigen, dem Leistungsauftrag der Gemeinde, der Finanzierung?» Und die wichtigste Frage: «Was sind die Wünsche und Vorstellungen der betroffenen Seniorinnen und Senioren?»

Der Wunsch von Rosmarie Hanselmann war es, den Lebensabend gemeinsam mit ihrem Mann zu verbringen und möglichst viel zu reisen. Doch ihr Ehemann verstarb mit 58 Jahren. Nun lebt die 80-Jährige im Altersheim Wieden, allein. Der W&O hat sie besucht und zugehört.

Ausser ihr kommen in der heutigen Reportage auch ihr Sohn Rolf Hanselmann, Rudolf Lippuner, der Grabser Gemeindepräsident und Präsident des Pflegeheims Werdenberg, sowie Kurt Nef, der ehemalige Heimleiter des Haus Wieden in Buchs, zu Wort. Nef sagt: «Das Wichtigste ist die Beseelung eines Heims, den Seniorinnen und Senioren Lebensqualität zu bieten.» • REPORTAGE 8+9