Das Volk entscheidet – im März oder erst im Juni?

SEVELEN. In diesem Monat kommt Bewegung in das Thema, das derzeit die Seveler Bevölkerung ganz besonders interessiert: die Standortfrage für ein neues Betagtenheim. Derzeit liegt das Geschäft noch beim Gemeinderat.

Heini Schwendener
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Ein Betagtenheim bietet älteren Menschen ein neues Zuhause. Der Standort für ein neues Heim muss mit Bedacht ausgewählt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Ein Betagtenheim bietet älteren Menschen ein neues Zuhause. Der Standort für ein neues Heim muss mit Bedacht ausgewählt werden. (Bild: Ralph Ribi)

SEVELEN. In diesem Monat kommt Bewegung in das Thema, das derzeit die Seveler Bevölkerung ganz besonders interessiert: die Standortfrage für ein neues Betagtenheim. Derzeit liegt das Geschäft noch beim Gemeinderat. Das letzte Wort wird aber das Volk haben, entweder an der nächsten Bürgerversammlung vom 24. März oder aber an der Urnenabstimmung am 14. Juni.

Der Gemeinderat veranstaltet am 19. Januar einen Workshop, danach ist vorgesehen, die Abstimmungsvorlage für den Standortentscheid an der nächsten Gemeinderatssitzung zu verabschieden. Anberaumt sind zudem weitere Informationsanlässe mit den Parteien, aber auch Vereinen und Organisationen, die fachlich im Bereich Gesundheit und Betagte tätig sind.

Eigens eine Seveler Zeitung

«Wir wissen um die Bedeutung solcher Aufklärungsarbeit, darum gibt es noch einmal eine Runde für die Betroffenen», sagt Gemeindepräsident Roland Ledergerber. Schon nach der Präsentation der Machbarkeitsstudie über die zwei möglichen Standorte Drei Könige und Büelriet im September hat der Gemeinderat ein Forum für Parteien und Interessengruppen veranstaltet. Dabei hätten die Behörden offene Fragen klären, aber auch wertvolle Anregungen entgegennehmen können, so der Gemeindepräsident. Um auch dem Informationsbedürfnis der breiten Bevölkerung gerecht zu werden, wird zum Thema demnächst eine Sonderausgabe der Seveler Zeitung erscheinen.

Der Entscheid naht

Noch vor der Bürgerversammlung vom 24. März findet in Sevelen zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Dabei können noch einmal offene Fragen sowie Vor- und Nachteile der beiden möglichen Standorte Büelriet und Drei Könige diskutiert werden. Dann aber gilt es ernst: An der Bürgerversammlung vom 24. März wird der Gemeinderat die Vorlage über den Standortentscheid zur Abstimmung unterbreiten. Die Behörden würden sich dabei an die rechtlichen Vorgaben halten, die solche Vorlagen für die Bürgerversammlung vorsehen, so Ledergerber.

Allerdings ist es möglich, dass an der Bürgerversammlung noch gar kein Standortentscheid fällt. Die Wahrscheinlichkeit nämlich, dass ein Antragsteller aus der Versammlung für dieses Geschäft eine Urnenabstimmung verlangt, ist gross. Die SVP hat bereits im Herbst verlauten lassen, dass ein derart wichtiger Entscheid doch an der Urne gefällt werden müsste. Der Parteivorstand erhielt damals den Auftrag, bis zur Bürgerversammlung auch andere Ortsparteien für dieses Ansinnen zu gewinnen.

Schon früh Stellung bezogen

Sollte die Mehrheit der Bürgerversammlung einen solchen Antrag gutheissen, dann kommt es am 14. Juni zu einer Urnenabstimmung. Dabei wird dem Stimmvolk dieselbe Vorlage unterbreitet wie am 24. März. Wann auch immer also die Standortfrage geklärt wird, im März oder erst in Juni – das letzte Wort hat auf jeden Fall das Volk.

Nach der Präsentation der Machbarkeitsstudie im Herbst haben die grossen Parteien zur Standortfrage mehr oder weniger klar Stellung bezogen. Die SVP favorisierte den Standort Büelriet, die SP den Standort Drei Könige. Die FDP bemängelte damals, es seien noch zu viele Fragen offen, um bereits einen Standortentscheid zu fällen. Die Vor- und Nachteile beider Standorte müssten detaillierter abgeklärt werden.