Das Toggenburger Orchester packt seine Zukunft aktiv an

WATTWIL. Das Toggenburger Orchester hat am Mittwoch an seiner Hauptversammlung im Thurpark vor 40 Mitgliedern auf die erfolgreichen Neujahrskonzerte zurückgeblickt. Gleichzeitig wurden die neuen Projekte vorgestellt und der Vorstand erneuert.

Drucken
Teilen
Wechsel im Vorstand des Toggenburger Orchesters: Uwe Hauswirth ersetzt den verdienten Franz Rudmann, Martin Karrer wurde zum neuen Chef Bau gewählt (von links). (Bild: pd)

Wechsel im Vorstand des Toggenburger Orchesters: Uwe Hauswirth ersetzt den verdienten Franz Rudmann, Martin Karrer wurde zum neuen Chef Bau gewählt (von links). (Bild: pd)

WATTWIL. Das Toggenburger Orchester hat am Mittwoch an seiner Hauptversammlung im Thurpark vor 40 Mitgliedern auf die erfolgreichen Neujahrskonzerte zurückgeblickt. Gleichzeitig wurden die neuen Projekte vorgestellt und der Vorstand erneuert. Auf Franz Rudmann folgt nach 35 Jahren Vorstandstätigkeit Dr. Uwe Hauswirth in die Vereinsleitung.

Eine prägende Figur

Cellist Franz Rudmann hat nach 35 Jahren seinen Rücktritt aus dem Vorstand des Vereins bekanntgegeben. In dieser Zeit war er unter anderem während 15 Jahren Kassier und während 25 Jahren Chef Bau. Ausserdem ist er seit sechs Jahren Stimmführer der Celli. Franz Rudmann ist seit Jahrzehnten ein wertvoller Eckpfeiler des Toggenburger Orchesters. Er war stets ein stiller Schaffer und verlässlicher Wert, der sich aber bescheiden im Hintergrund gehalten hat. Das überreichte Geschenk war ein kleiner Ausdruck der grossen Dankbarkeit der Orchestermitglieder.

Neu in den Vorstand gewählt wurde der Violinist und Dermatologe Uwe Hauswirth aus Wattwil. Er wird im Vorstand vor allem auch den Präsidenten und den gesamten Vorstand in musikalischen und programmgestalterischen und administrativen Fragen unterstützen. Da Franz Rudmann aber speziell auch für den Bau und die notwendige Infrastruktur bei den Konzerten zuständig zeichnete, musste ausserdem das Amt des Chefs Bau neu besetzt werden. Dafür hat sich der Trompeter Martin Karrer aus Ebnat-Kappel in verdankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Beide wurden mit grossem Applaus in ihre neue Funktion gewählt.

Neue Projekte in Planung

Für das nächste Projekt überlässt Ernst Hüberli sein Orchester dem jungen Gastdirigenten Christoph Mauerhofer aus Lichtensteig, der seine eigene Komposition – eine Psalmodie – zusammen mit einem grösseren Kirchenchor am 9. Mai anlässlich des Kirchenklangfestes Cantars in Wil uraufführen wird. Am Sonntag, 10. Mai, ist dann das Werk auch noch als Muttertagskonzert in der Kirche Bazenheid zu hören. Am 5. und 6. September findet dann in der neuen Fabrikhalle der Firma Högg in Wattwil eine klassisch-volkstümliche Geburtstagsparty der besonderen Art stattfinden. 110 Jahre Firma Högg, 60 Jahre Ernst Hüberli, 60 Jahre Carlo Brunner, 40 Jahr Philippe Mettler und 25 Jahre Firma Högg Lift AG sind 295 gute Gründe, das Experiment Klassik und Volksmusik nochmals aufleben zu lassen. Und so wird die Superländlerkapelle im Herbst 2015 wieder Gast im Toggenburg sein.

Drei besondere Konzerte

Schliesslich hat das Toggenburger Orchester den deutschen Blockflöten-Virtuosen und Musikclown Gabor Vosteen für drei Konzerte am 5. und 6. März 2016 nach Wattwil verpflichtet. Neben bekannter Orchestermusik wird auch ein barockes, dreisätziges Blockflötenkonzert zu hören sein. Gabor Vosteen wird aber vor allem durch seine genialen comedy-behafteten Musikstücke in Erinnerung bleiben. Europaweit bekannt als «Der Flötenmann» pfeift er zeitweise mit vier und mehr Flöten buchstäblich aus allen Löchern. Man kann gespannt sein, welche Projekte noch folgen werden. (pd)

Aktuelle Nachrichten