«Das Potenzial ausserhalb des Euroraums ist beträchtlich»

ST. GALLEN. «Keine Region in der Schweiz ist so stark auf den Euroraum ausgerichtet wie die Ostschweiz.» Das sagt Beat Ulrich, oberster Standortförderer im Kanton St. Gallen, im Interview mit unserer Zeitung. Daher mache der starke Franken der Ostschweiz besonders zu schaffen.

Andri Rostetter
Drucken
Teilen

ST. GALLEN. «Keine Region in der Schweiz ist so stark auf den Euroraum ausgerichtet wie die Ostschweiz.» Das sagt Beat Ulrich, oberster Standortförderer im Kanton St. Gallen, im Interview mit unserer Zeitung. Daher mache der starke Franken der Ostschweiz besonders zu schaffen. Attraktiv sei die Region wegen der zentralen Lage im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz nach wie vor. Es gebe noch Raum für Expansionen, und auch das Innovations-, Technologie- und Hochschulumfeld sei attraktiv.

Potenzial in Asien nutzen

Laut Ulrich liegt in den internationalen Märkten ausserhalb des Euroraums noch beträchtliches Potenzial. Seit 2012 seien über das AsiaConnectCenter – aufgebaut mit der Universität St. Gallen und den Nachbarkantonen – 50 Firmen bei ersten Schritten in asiatische Märkte begleitet worden. «Die hohen Kosten waren schon immer ein Thema, die Schweiz noch nie ein günstiger Produktionsstandort», sagt Ulrich. Der starke Franken stehe aber auch für die Stabilität der Schweiz «und hat für uns auch Vorteile». So könnten sich Unternehmen, die in den letzten Jahren investiert hätten, heute über eine hohe Wertsteigerung freuen.

Mit Ausnahme der Genfersee-Region haben die Neuansiedlungen abgenommen. In der St. Gallen-Bodensee-Area wurden im vergangenen Jahr über 20 Unternehmen angesiedelt.

Vereint für den Wirtschaftsraum

Ulrich bezeichnet sich als klaren Verfechter der St. Gallen-Bodensee-Area – «St. Gallen kann es nicht allein, der Thurgau nicht und die beiden Appenzell auch nicht. Aber gemeinsam schaffen wir es.» Bei der internationalen Positionierung des Wirtschaftsraums treten die vier Kantone geeint auf. • LOKAL 7

Aktuelle Nachrichten